Risikobereitschaft: Wie risikofreudig sind Ihre Bewerber?

Aktualisiert am 10. Februar 2021 von Ömer Bekar

Hat zu Ihnen schon mal jemand gesagt, Sie müssten mehr Risiko eingehen? Das Wort an sich scheint allerdings im Sprachgebrauch eher negativ behaftet. Ein Risiko einzugehen, wird oft gleichgesetzt mit Schnellfahren, Glücksspiel oder Verletzungen im Sport. Für den beruflichen Erfolg kann es sich aber durchaus auszahlen, mal etwas zu wagen. Wer wenig Angst vorm Scheitern hat, wird vielleicht mit kreativen, wagemutigen Projekten Erfolg haben, die auf die Kollegen oder den Chef richtig Eindruck machen. Risikobereitschaft kann demnach also auch positiv sein. Diese Kompetenz ist allerdings schwer zu messen. Wir zeigen Ihnen daher in diesem Beitrag, wie Sie die Risikobereitschaft Ihrer Kandidaten via Eignungstest testen können.

Risikobereitschaft

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Zur Definition. Das bedeutet Risikobereitschaft in der Praxis.

Risikobereitschaft ist die persönliche Bereitschaft, ein Risiko einzugehen oder zu akzeptieren. Was als Risiko gilt, ist dabei abhängig von der subjektiven Wahrnehmung. Im Allgemeinen ist die Risikobereitschaft bei Männern ausgeprägter als bei Frauen und nimmt mit zunehmendem Alter ab. Da es unterschiedliche Auffassungen dazu gibt, was als Risiko gilt, ist die Definition wohl die größte Herausforderung für Personalverantwortliche.

Menschen mit Risikobereitschaft …

  • haben keine Scheu vor Verlusten.
  • haben keine Angst mit ihrem Vorhaben zu scheitern.
  • werden als mutig wahrgenommen.
  • übernehmen gerne Verantwortung.
  • sind selbstbewusst und vertrauen in ihre Stärken.
  • sind waghalsig.
  • denken manchmal nicht über die Konsequenzen ihres Handelns nach.
  • streben nach vorne.
  • langweilen sich bei Routineaufgaben.
  • werden motiviert durch herausfordernde, spannende Aufgaben, deren Lösung nicht klar ist.

Deswegen ist das Risikobereitschaft Ihrer Mitarbeiter für Ihr Unternehmen wichtig

Mut und Ehrgeiz, aber ebenso Waghalsigkeit und Draufgängertum werden dem Konzept der Risikobereitschaft zugeordnet. Ein ausgeglichenes Verhältnis ist im Unternehmen ausschlaggebend. Risikobereitschaft ist ein „Must-have“ in Unternehmen, die Kreativität und Veränderung vorantreiben wollen und in einer dynamischen Branche bestehen müssen. Da Risiken subjektiv wahrgenommen werden, helfen Kooperation und Kommunikation dabei, einen akzeptablen Mittelweg zu finden. Die Eigenschaft kann sowohl vorantreiben als auch Unternehmen in den Abgrund stürzen. Risikobereitschaft sollte also nicht zu weit getrieben werden. Dennoch kann sie sich positiv auswirken. Risikobereitschaft macht laut einer Studie nämlich zufriedener. Womöglich liegt das daran, dass risikofreudige Menschen häufiger große Erfolge verzeichnen.

Nachweis von Risikobereitschaft

Die Beispiele aus der Praxis deuten auf Risikobereitschaft hin: ein schnelles Auto zu fahren, regelmäßig ins Casino zu gehen oder gefährliche Sportarten auszuüben. Wer hier stark zustimmt, ist möglicherweise zu risikobereit. Geeignete Bewerber sollten es mit der Risikobereitschaft nicht übertreiben. Um genau herauszufinden, wie ausgeprägt die Risikobereitschaft eines Bewerbers ist, gibt es praktischerweise standardisierte Online-Einstellungstests. Diese Testverfahren bieten wir Ihnen in unserem Portfolio an. Sie müssen ihn nicht selbst zusammenstellen, sondern können unsere erprobte Variante direkt nutzen. Zudem erhalten Sie Unterstützung bei der Auswertung und Analyse der Ergebnisse. Gerne wickeln wir den gesamten Eignungstest für Sie ab.

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Mögliche Fragen könnten zum Beispiel so aussehen:

Schätzen Sie sich mit Blick auf die folgenden Statements selbst ein.

  • 1 steht dabei für „trifft zu“.
  • 2 steht für „trifft eher zu“.
  • 3 steht für „teils-teils“.
  • 4 steht für „trifft eher nicht zu“.
  • 5 steht für „trifft nicht zu“.

 

Das Statement

Das bedeutet die Antwort

 
Verluste kann ich gut einschätzen, sie machen mir aber keine Angst. Der Kandidat ist sich offensichtlich der Konsequenzen seines Handelns bewusst.
 
Ich fahre gerne schnell mit dem Auto. Risikobereitschaft ist nicht in allen Bereichen positiv zu bewerten. In dieser Antwort spiegelt sich Unüberlegtheit.
 
Wettbewerb und Konkurrenz spornen mich an. Diese Antwort verdeutlicht den motivierenden, positiven Aspekt der Risikobereitschaft.
 
Ich gehe lieber auf Nummer sicher, anstatt ein Risiko einzugehen. Wer so antwortet, ist weniger risikobereit.
 
Zu scheitern ist für mich nicht so tragisch.Wer diese Aussage trifft, hat keine Scheu vor Verlusten und ist bereit, seine Pläne durchzuziehen, obwohl sie scheitern könnten.
 
Manchmal bin ich waghalsig und denke nicht ausreichend über die Konsequenzen meiner Handlungen nach. An dieser Stelle geht es mit der Risikobereitschaft zu weit. Konsequenzen sollten stets bedacht und abgewogen werden.
 
Ich treffe Entscheidungen gerne selbst und übernehme die Verantwortung. Wer risikobereit ist, steht meist an vorderster Stelle. Allerdings ist es nötig und wichtig, dass der risikobereite Mensch dann auch die Verantwortung für sein Handeln übernimmt.
 
Für meine Karriere setze ich auch schon mal etwas aufs Spiel. Besonders im beruflichen Alltag zeigt sich Risikobereitschaft meist ausgeprägter als in anderen Lebensbereichen. Dort ist sie als positiver wahrzunehmen.
 
Meine Freunde bezeichnen mich als mutig. Diese Antwort spiegelt die positive Seite der Medaille wider. Risiken eingehen heißt eben auch mutig zu sein.
 
Riskante und schwierige Aufgaben ermutigen mich. Risikobereite Menschen langweilen sich bei Routinearbeiten und brauchen auch im Beruf ständig neue Herausforderungen, um sich zu motivieren.
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Das Gegenteil von Risikobereitschaft

Zu große Angst vor Verlusten oder vor dem Scheitern verhindern den Erfolg. Wer kein Risiko eingehen will, wird nie etwas Neues erfahren. Das ist im beruflichen Alltag für die Karriere und den Unternehmenserfolg hinderlich. Ohne Risiken einzugehen, kann keine Veränderung herbeigeführt werden.

Diese Aspekte sind beim Blick auf Risikobereitschaft zu berücksichtigen

Risikobereitschaft ist angeboren und sehr abhängig von Geschlecht, Alter und Bildungsgrad der Eltern sowie vom Bewerber selbst. Das Konzept hängt außerdem mit anderen Aspekten zusammen, wie zum Beispiel mit dem Selbstbewusstsein. Wer mehr Selbstbewusstsein hat, zeigt sich meist auch risikofreudiger. Das liegt darin begründet, dass diese Personen sich in ihren eigenen Fähigkeiten stärker vertrauen und das Risiko zu scheitern als geringer beurteilen, als andere in vergleichbaren Situationen.

Kann man Risikobereitschaft erwerben?

Im Prinzip lautet die Antwort hier nein. Risikobereitschaft ist eine angeborene Disposition, die mit dem Älterwerden sogar weiter abnimmt. Jeder Mensch hat eine grundlegende Bereitschaft, Risiken einzugehen. Durch strategisches Planen und Methoden wie zum Beispiel Szenario-Analysen können Risiken aber greifbar und abschätzbarer gemacht werden. Dadurch wirken sie möglicherweise weniger bedrohlich und werden eher akzeptiert.

Die Auswirkung mangelhafter Risikobereitschaft für Ihr Unternehmen

Unternehmen beklagen mangelnde Risikobereitschaft meist, wenn es um die Einführung neuer Produkte oder Arbeitsweisen geht. Mitarbeiter sind Veränderungen gegenüber meist nicht so aufgeschlossen, wie das der Manager gerne hätte. Das liegt auch an mangelnder Risikobereitschaft. Dem kann mit entsprechendem Training entgegengewirkt werden. Selbstbewusste und qualifizierte Mitarbeit sehen sich Herausforderungen gegenüber weniger hilflos und sind daher bereit, größere Risiken einzugehen. Besonders für Führungskräfte ist Risikobereitschaft eine wesentliche Qualität. Sie geht, wie beschrieben, einher mit Selbstbewusstsein, Verantwortungsbewusstsein und Führungsmotivation. Dieser Beitrag zeigt eindrücklich, wie wichtig es ist, Risikobereitschaft bei Ihren Bewerbern erkennen zu können. Unser Onlinetest hilft Ihnen nun dabei, den Grad an Risikobereitschaft bei Ihren Bewerbern zu erkennen.

Einstellungstest im Auswahlverfahren: Risikobereitschaft

Test hier downloaden