Stimmen Sie uns zu, wenn wir behaupten, dass ausgeprägte Organisationsfähigkeiten einen Großteil des beruflichen Erfolgs ausmachen? So vielfältig Organisationsfähigkeiten auch sein können, ebenso wertig sind sie auch als Fähigkeit eines Mitarbeiters, denn: Wer organisieren kann, kann planen, verfügt meist über Analysefähigkeiten und weiß um ein effektives Zeitmanagement. In der Personalabteilung gibt es in diesem Zusammenhang allerdings ein Problem: Organisationsfähigkeiten lassen sich nicht an einer Schulnote ablesen, denn das Fach dazu fehlt schlichtweg. Wie Sie dennoch erkennen können, ob Ihr Bewerber über Organisationsfähigkeiten verfügt, verraten wir Ihnen in diesem Fachartikel.

Organisationsfähigkeit

Organisationsfähigkeit

Zur Definition. Das bedeutet Organisationsfähigkeit in der Praxis.

Wer im Bewerbungsschreiben angibt, über gute Organisationsfähigkeiten zu verfügen, sollten diese Kompetenz bereits in der Praxis bewiesen haben, sonst wirkt diese Methodenkompetenz schnell aufgesetzt und auswendiggelernt. Eigenverantwortliches (ehrenamtliches) Engagement könnte in diesem Zusammenhang ebenso ein Indiz für Organisationsfähigkeit sein, wie die Position als Team- oder AG-Leiter. Was Organisationsfähigkeit in der Praxis bedeutet, verrät diese Auflistung.

Menschen mit Organisationsfähigkeit …

  • können ihnen gesetzte Ziele in Einzelaufgaben aufsplitten und eine Roadmap daraus basteln.
  • wissen, welche zeitlichen und personalen Ressourcen nötig sind, um ein Ziel zu erreichen.
  • stützen sich auf Erfahrungswerte aus der Vergangenheit.
  • berücksichtigen mögliche zukünftige Entwicklungen.
  • kombinieren Einzelaufgaben möglichst effektiv miteinander.
  • stimmen einzelne Aufgabenbereiche möglichst effizient aufeinander ab.
  • wissen um eine sinnvolle Reihenfolge und forcieren diesen.
  • folgen Ablaufplänen systematisch.
  • setzen Prioritäten und können termingerecht agieren.

Wer über ausgeprägte Organisationsfähigkeiten verfügt, ist aus vielen Gründen ein Gewinn fürs Unternehmen: Menschen mit Organisationsfähigkeit im Blut arbeiten selbstständig, besitzen die Fähigkeit, abstrakte Ziele in greifbare Einzelaufgaben zu verpacken und sind entscheidungsfähig.

Deswegen sind Organisationsfähigkeiten Ihrer Mitarbeiter für Ihr Unternehmen wichtig

Organisationsfähigkeiten sind für Entscheider und Ausführer gleichermaßen wichtig, denn: Derjenige, der sich für einen bestimmten Weg zum Ziel entschieden hat, muss diesen auch realistisch geplant haben, sonst kann die Umsetzung nicht funktionieren. Allerdings müssen auch Mitarbeiter organisationsfähig sein – und das beginnt schon bei einem ganz simplen Beispiel: Wer täglich zu spät zur Arbeit kommt, schafft es nicht, sich so zu organisieren, dass Aufstehen, Fertigmachen, Frühstücken und die Anfahrt zur Arbeit im vorgegebenen Zeitrahmen zu bewältigen sind.

Nachweis von Organisationsfähigkeiten

Sie suchen nach einer simplen Methode, um bei einem Bewerber Organisationsfähigkeiten nachzuweisen? Das ist gar nicht so einfach! Zu vielseitig und zu komplex ist das Thema einerseits, zu wichtig ist das Thema andererseits. Gute Ergebnisse verspricht auch hier die Kombination aus Online-Einstellungstest und Assessment-Center. Um die Ergebnisse aus beiden Eignungsverfahren korrelieren zu können, bedarf es an Analysefähigkeiten. Aus unserem Fragenpool könnten wir Ihnen beispielsweise diese Aufgaben sowie die komplette Abwicklung des Online-Einstellungstests zur Verfügung stellen:

Schätzen Sie sich mit Blick auf die folgenden Statements selbst ein.

  • 1 steht dabei für „trifft zu“.
  • 2 steht für „trifft eher zu“.
  • 3 steht für „teils-teils“.
  • 4 steht für „trifft eher nicht zu“.
  • 5 steht für „trifft nicht zu“.

Das Statement

Das bedeutet die Antwort

 
Teambesprechungen sind für mich ein Greul. Was dort als Fernziel angeschlagen wird, ist für mich meist Utopie. Wie ich dahin komme, weiß ich nicht.Wer dieser Aussage zustimmt, hat nur wenig Organisationsfähigkeit im Blut, denn die Grundeigenschaft – aus einem Ziel Einzelaufgaben abzuleiten – fehlt.
 
Die Herausforderung des Studiums war nicht etwa das fachliche Wissen, sondern das wissenschaftliche Arbeiten.Wer dies von sich behauptet, gibt auch zu, dass es ihm schwergefallen ist, sich selbst zu organisieren, denn das impliziert eben auch „wissenschaftliches Arbeiten“.
 
Wenn ich eine Aufgabe für mich erschließe, blicke ich meist zurück, wie ich diese Aufgabe früher angegangen bin. Ich stütze mich auf Altbewährtes. Leider ist dies nur ein Teil der Organisationsfähigkeit, denn die Besinnung auf Erfahrungen muss zwingend um Visionen in die Zukunft ergänzt werden.
 
Wenn ich morgens zur Arbeit gehe, weiß ich noch nicht, mit welcher Aufgabe ich beginnen werde. Wer derart „un-geplant“ zur Tat schreitet, gehört nicht zu den Menschen mit Organisationsfähigkeit. Sich morgens erst nach einer Aufgabe umzusehen, frisst zu viel kostbare Arbeitszeit.
 
Wenn ich recherchiere, dann stoße ich auf viele spannende Themen.Wer dieser Aussage zustimmt, könnte Gefahr laufen sich zu verzetteln und die eigentlichen Aufgaben aus dem Blick zu verlieren.
 
Natürlich habe ich einen Zeitplan. Doch an diesen kann sich sowieso niemand sklavisch halten.Wer derart locker mit Zeitplänen umgeht, könnte zum Risikofaktor werden, denn: Manche Aufgaben sind eben so strukturiert, dass sie zeitlich auf den Punkt genau abgeliefert werden müssen.
 
Na klar kann ich die Prioritäten so umsetzen, wie sie mir vorgegeben werden.Wer dieser Aussage zustimmt, ist ein prima Mitarbeiter, könnte aber vermutlich nicht eigenverantwortlich Aufgabenlisten erstellen und diese abarbeiten.
 
Natürlich weiß ich, wie ich mein Ziel erreiche. Allerdings fehlt es dabei meist an den nötigen Ressourcen.Es ist die Gabe eines Menschen mit Organisationsfähigkeit, eben auch die Ressourcen zur Aufgabenerreichung im Blick zu haben.
 
Manchmal liege ich mit meinen Zukunftsvisionen daneben.Möglicherweise befindet sich ein Mensch, der diese Aussage trifft noch in der Lernphase. Allerdings verfügt er mit dieser Aussage auch über die Fähigkeit der Selbstreflexion, die ihm ermöglicht, kritisch das eigene Handeln zu betrachten.
 
Ich habe ein System. Nur ist das für andere nur schwer nachzuvollziehen.Wer dieser Aussage zustimmt, muss kein Schwindler sein. Allerdings ist es in der Praxis vergleichsweise schwer, Mitarbeiter mit „eigenen Systemen“ zu haben, denn: Die Arbeitsweise ist undurchschaubar.

 

Das Gegenteil von Organisationsfähigkeit

Desorganisiert, chaotisch, improvisiert, durcheinander und planlos. So könnte man Menschen beschreiben, die kein Fünkchen Organisationsfähigkeit im Blut haben. Auch orientierungslos, unbeständig und wankelmütig sind Eigenschaften, die man ihnen zuschreiben würde. Wer sich dieser Gegensätze bewusst wird, weiß auch: Organisationsfähigkeit ist eine Methodenkompetenz erster Güte.

Diese Aspekte sind beim Blick auf die Organisationsfähigkeit zu berücksichtigen

Organisationsfähigkeit hat zwei Gesichter: Es gibt Personen, die über gut ausgeprägte Organisationsfähigkeiten verfügen und diese (bzw. die Ergebnisse daraus) projizieren können. Es gibt aber auch diejenigen, die ihre Organisationsfähigkeit lediglich für sich selbst nutzen. Diejenigen, die die Fähigkeit haben, ihre Organisationsfähigkeit zu projizieren, werden als wertig angesehen, weil sie sich in verantwortungsvollen Führungspositionen richtig gut machen. Aber auch die Grundkompetenz sich selbst zu organisieren, ist wichtig – und zwar für jeden Einzelnen.

Kann man Organisationsfähigkeit erwerben?

Mit Blick auf notorische Zu-spät-Kommer, Schreibtische, die im totalen Chaos versinken und fahrige Menschen, die morgen schon nicht mehr wissen, was sie heute gesagt haben, scheint es nur schwer vorstellbar zu sein, Organisationsfähigkeit erlernen zu können. Allerdings gibt es auch für scheinbar hoffnungslose Fälle Methoden, sie in punkto Zeitmanagement und Arbeitsweise zu schulen (was letztlich einen großen Teil der Organisationsfähigkeit ausmacht). Meist beginnt diese Schulung damit, dass skizziert wird, wie chaotisch der Tag eigentlich wirklich ist. Wer sich die Mühe macht, einmal minutiös zu dokumentieren, wie der Alltag aussieht, erkennt Zeitfresser und Desorganisation und kann gezielt dort ansetzen.

Die Auswirkung mangelhafter Organisationsfähigkeit für Ihr Unternehmen

Haben Sie eine Belegschaft aus unorganisierten Freigeistern, könnte das im Chaos enden. Terminpläne sind dann meist Schall und Rauch. Arbeitsanweisungen werden ohne Akribie ausgeführt und werden somit schnell nicht mehr nachvollziehbar. Wichtig ist bei der Suche nach Mitarbeitern zu unterscheiden, ob ein Bewerber über die Fähigkeit verfügt, sich selbst zu organisieren. Damit hat er auch Potential zum wertigen Mitarbeiter. Wer allerdings nach einer Führungsposition sucht, braucht erfahrene Visionäre, die Vergangenheit und Zukunft gekonnt kombinieren, um Aufgaben, Mitarbeiter, Ressourcen und Terminpläne perfekt aufeinander abzustimmen. Wir haben unser Ziel erreicht, wenn wir Sie mit diesem Fachartikel für den Stellenwert der Organisationsfähigkeit sensibilisieren konnten. Gerne unterstützen wir Sie nun dabei einen Eignungstest dazu zu nutzen, um die Organisationsfähigkeit Ihrer Bewerber zu testen.

Einstellungstest im Auswahlverfahren: Organisationsfähigkeiten

Test hier downloaden

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