Finden Sie auch, dass der Begriff Überzeugungskraft fast schon ein wenig mächtig klingt, für das, was im Grunde genommen darunter zu verstehen ist? Überzeugungskraft könnte nämlich auch als Motivationsfähigkeit beschrieben werden. Wer die Fähigkeit hat, Mitarbeiter und Kollegen von einer Idee oder einem Ziel zu begeistern und sie darüber hinaus auch noch zur Teamarbeit bewegen kann, der hat Überzeugungskraft – und zwar auf positive Art und Weise. Wer indes sein positives Standing im Mitarbeiterkreis ausnützt, könnte im Betrieb schnell zum Gegenspieler der Unternehmensführung werden und seine Überzeugungskraft ausnützen. Um abwägen zu können, welche Intention hinter dem jeweiligen Auftreten steckt, soll dieser Beitrag Möglichkeiten aufzeigen, die Überzeugungskraft mithilfe eines Einstellungstests auf den Prüfstand zu stellen.

Überzeugungskraft

Überzeugungskraft

Zur Definition. Das bedeutet Überzeugungskraft in der Praxis.

Überzeugungskraft bezeichnet die sozial-kommunikative Kompetenz, Dritte für ein Anliegen begeistern zu können. Dabei geht es explizit nicht darum, blindlings für die Person zu motivieren, die überzeugend auftritt, sondern für ein Ziel, ein Verhalten, ein Engagement, sprich: etwas Konkretes. Wichtig ist diese Kompetenz vor allem dann, wenn Mitarbeiter für ein (neues) Projekt gewonnen werden sollen oder auch dann, wenn für ein Miteinander verschiedener Kulturen geworben werden soll.

Menschen mit Überzeugungskraft …

  • können Dritte für Aufgaben, Projekte und Ziele begeistern.
  • strahlen Enthusiasmus aus.
  • zeigen Selbstvertrauen.
  • verfügen über ausgeprägte Kommunikationsfähigkeiten.
  • können vorgebrachte Argumente logisch und an Praxisbeispielen erklären.
  • mischen Argumente, Humor und Empathie, um zu überzeugen.
  • können Gegenargumente widerlegen und Zweifel ausräumen.
  • hören vor der Entscheidungsfindung stets Argumente beider Seiten an.
  • schaffen Transparenz.
  • agieren strategisch.
  • wissen um etwaigen Gegenargumente.
  • nutzen ihre kommunikativen Fähigkeiten auch, um strategisch wichtige Kontakte zu knüpfen.

Deswegen ist die Überzeugungskraft Ihrer Mitarbeiter für Ihr Unternehmen wichtig

Unternehmen haben Ideen. Unternehmen haben Ziele. Um eben diese umsetzen zu können, braucht es engagierte Mitarbeiter. Damit sich nicht bei jedem Brainstorming und jedem Kick-off-Projektmeeting der Geschäftsführer selbst vor die Mannschaft stellen muss, müssen an Schlüsselpositionen im Betrieb Mitarbeiter mit einem gehörigen Maß an Überzeugungskraft sitzen. Dabei ist Überzeugungskraft weit mehr, als es auf den ersten Blick zu sein scheint. Es geht darum, die Mitarbeiter von der Idee zu überzeugen und nicht etwa ein blindes Gehorsam zu erwirken. Und dafür sind Präsentationsfähigkeiten mindestens ebenso wichtig wie Fachkenntnisse und die Souveränität, gelassen und inhaltlich wertig auf etwaige Rückfragen zu antworten.

Nachweis von Überzeugungskraft

Wer überzeugend auftritt, der hat Erfolg. Deswegen sind Erfolge auch ein wichtiges Indiz dafür, dass ein Bewerber über die sozial-kommunikative Kompetenz der Überzeugungskraft verfügt. Wer also in seinem Motivationsschreiben auflistet, welche Projekte er erfolgreich (!) begleitet hat, dem unterstellt man Überzeugungskraft. Auch wer beispielsweise bei einem Tag im Assessment-Center fachlich versiert auftritt und sowohl verbindlich als auch enthusiastisch agiert, dem wird Überzeugungskraft unterstellt.

Um eine sinnvolle Vorauswahl treffen zu können, könnte in diesem Zusammenhang ein Online-Einstellungstest helfen. Diesen müssen Sie sich nicht selbst ausdenken, denn wir haben speziell zu dieser Kompetenz ebenso wie zu einigen anderen beruflich relevanten Kompetenzen Fragen vorrätig, aus denen Sie die für Ihre Branche relevanten nutzen können. Dieses Portfolio stellen wir Ihnen gern zur Verfügung, um im Rahmen eines online-basierten Eignungstestverfahrens herauszufinden, wie gut die Überzeugungskraft Ihrer Bewerber ist.

Mögliche Fragen könnten zum Beispiel so aussehen:

Schätzen Sie sich mit Blick auf die folgenden Statements selbst ein.

  • 1 steht dabei für „trifft zu“.
  • 2 steht für „trifft eher zu“.
  • 3 steht für „teils-teils“.
  • 4 steht für „trifft eher nicht zu“.
  • 5 steht für „trifft nicht zu“.

 

Das Statement

Das bedeutet die Antwort

 
Bei der ersten Präsentation einer neuen Idee geht es darum, inhaltlich und menschlich zu begeistern.Korrekt. Das ist ein Anwendungsbeispiel für gelebte Überzeugungskraft.
 
Ich fürchte die Menschen merken schnell, dass ich nur das vortrage, was andere ausgearbeitet haben. Bei dieser Person ist von Selbstvertrauen und Überzeugungskraft nur wenig zu spüren.
 
Ich denke nicht, dass man Mitarbeitern viel erklären muss.   Das ist der falsche Ansatz, denn nur wer mit Argumenten überzeugt, findet auch das Team, das wegen eben dieser um das gemeinsame Ziel kämpft.
 
Ich bin kein Stratege. Wer das weiß, weiß auch, dass es um die Überzeugungskraft vermutlich nicht sehr gut bestellt ist.
 
Wenn Zweifler auftauchen, dann ziehe ich mich zurück.Diese Aussage trifft kein Mensch mit Überzeugungskraft. Diejenigen würden nämlich die Zweifler vom Gegenteil überzeugen.
 
Ich kann nur das vorstellen, wovon ich auch selbst überzeugt bin.Das ist eine gute Grundeinstellung, bei der auch Überzeugungskraft mitschwingt.
 
Mir ist es wichtiger, Transparenz zu schaffen, als letztlich auf Biegen und Brechen meine Ziele zu verfolgen.Dies ist eine sehr weise Vorgehensweise, die dennoch nicht auf ein gewisses Maß an Überzeugungskraft verzichtet.
 
Gerne erläutere ich meine Ansätze und untermauere diese mit entsprechenden Argumenten.Das ist das Wort eines Bewerbers mit Überzeugungskraft.
 
Natürlich suche ich auch gezielt nach den Kontakten, die mir dabei helfen, meine Ideen umzusetzen.Hier zeigt sich die strategische Seite eines Menschen mit Überzeugungskraft.
 
Natürlich kenne ich die Argumente der Gegenseite. Aber ich bin redegewandter.Achtung: Die Argumente der Gegenseite zu kennen, ist gut und sinnvoll. Diese müssten aber dann durch Überzeugungskraft und nicht etwa durch rhetorische Fähigkeiten entkräftet werden.

 

Das Gegenteil von Überzeugungskraft

Wem es an Überzeugungskraft mangelt, dem fehlt es an Ideen, Argumenten und der Fähigkeit, eben diese auch rhetorisch gut zu transportieren. So kann es nicht etwa ein Wort geben, das genau das Gegenteil von Überzeugungskraft ausdrückt. Vielmehr gibt es Mängel, die letztlich das Gegenteil von Überzeugungskraft bewirken. Unehrlichkeit ist beispielsweise auch einer dieser Faktoren. Wer nicht ehrlich ist, wem es an Ehrlichkeit mangelt, der wird seine Zuhörer langfristig nicht überzeugen können.

Diese Aspekte sind beim Blick auf die Überzeugungskraft zu berücksichtigen

Überzeugungskraft hat immer zwei Seiten:

  1. Einmal müssen Menschen, die überzeugend auftreten wollen und müssen, fachlich versiert und kompetent sein. Wer lediglich eine vorgefertigte Präsentation hält, aber keinerlei Hintergrundinformationen hat und auch keine Rückfragen beantworten kann, der wird schnell als inkompetent abgestempelt. Die Folge: Die Fähigkeit, andere zu überzeugen, schwindet.
  2. Die zweite Seite der Überzeugungskraft ist indes die menschliche Komponente. Nur wer verlässlich, ehrlich und angenehm auftritt, wird sich auch die Zustimmung der Zuhörer sichern. Dazu gehören auch der Umgangston sowie Gestik, Mimik und Stimmlage.

Kann man Überzeugungskraft erwerben?

Natürlich kann man die eine Seite der Überzeugungskraft – die fachliche Komponente – ein Stück weit erlernen, denn: Fachliche Inhalte kann man büffeln. Um schnell kompetent und versiert auf Rückfragen antworten zu können, braucht es darüber hinaus auch noch ein großes Maß an Selbstsicherheit und Schlagfertigkeit. Diese beiden Eigenschaften lassen sich zwar trainieren, doch Grundansätze müssen bereits vorhanden sein.

Die Auswirkung mangelhafter Überzeugungskraft für Ihr Unternehmen

An dieser Stelle soll die Kommunalpolitik als Praxisbeispiel bemüht werden: Verfügt der Bürgermeister einer Kommune nicht über ein großes Maß an Überzeugungskraft, wird er sein mit-regierendes Plenum (in aller Regel Mitglieder des Gemeinderats) nicht davon überzeugen zu können, Geld in Großprojekte zu investieren. Das bedeutet letztlich Stagnation – nicht nur politischer Natur, sondern vor allem auch entwicklungstechnischer Natur.

Übersetzt werden kann eben dieses Beispiel auch in Betriebe: Wer keine überzeugenden Mitarbeiter in Schlüsselpositionen hat, kommt nicht voran. Es würde dann nämlich mehr nachgefragt und diskutiert werden, als Entscheidungen gefällt und Ideen in die Tat umgesetzt werden können. Sind Sie nun davon überzeugt, welch immens großen Stellenwert die sozial-kommunikative Kompetenz „Überzeugungskraft“ hat? Dann unterstützen wir Sie gerne dabei, mit unserem Online-Einstellungstest-Verfahren herauszufinden, ob Ihre Bewerber Überzeugungskraft haben.

Einstellungstest im Auswahlverfahren: Überzeugungskraft

Test hier downloaden

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