Unzuverlässiges Verhalten kann mit Diebstahl und Betrug gleichgesetzt werden. Sehen Sie das auch so? Es ist in der Tat so, dass Unzuverlässigkeit Folgen für den hat, dem die Unzuverlässigkeit widerfährt. Ihm gehen Zeit oder Mittel verloren, schlimmstenfalls wird er selbst unzuverlässig und verliert das Vertrauen eines wichtigen Kunden. Weitere Folgen von Unzuverlässigkeit sind persönlich-menschliche Enttäuschung, allgemeine Unsicherheit und sogar technisches Versagen. Daher ist Zuverlässigkeit eine wichtige, sozial-kommunikative Kompetenz – im privaten, beruflichen und geschäftlichen Bereich. Zuverlässigkeit hilft Probleme zu vermeiden, während Unzuverlässigkeit stets Probleme verursacht.

Zuverlässigkeit

Zuverlässigkeit

Zur Definition. Das bedeutet Zuverlässigkeit in der Praxis.

Im Berufsleben ist Zuverlässigkeit eine wichtige Kompetenz. Es gilt, Zusagen einzuhalten, verlässlich zu agieren und nicht von vereinbarten Terminen abzuweichen. So ist es möglich Projekte effizient und effektiv abzuschließen. Zuverlässigkeit erleichtert das Zusammenleben und Zusammenarbeiten. Allerdings ist Zuverlässigkeit heute keine Selbstverständlichkeit. Viele Projekte dauern länger als vereinbart. Arbeiten sind am Ende teurer als ursprünglich vereinbart, die Qualität entspricht nicht dem, was versprochen wurde. Unzuverlässigkeit passiert überall, sie ist menschlich. Manchmal geschieht sie auch durch Ursachen, die keiner beeinflussen kann. Für Unternehmen ist Zuverlässigkeit zu einem Qualitätsfaktor, zu einer ökonomischen Größe, geworden.

Menschen mit Zuverlässigkeit …

Deswegen ist Zuverlässigkeit für Ihr Unternehmen wichtig

Zuverlässigkeit zeigt die Ernsthaftigkeit von Aussagen, Beziehungen und Absichten. Unzuverlässigkeit spiegelt wider, dass eine Person oder Organisation ihr Gegenüber nicht ernst nimmt. Wenn Sie als Unternehmen unzuverlässig sind, signalisieren Sie Ihren Kunden und Geschäftspartnern, dass sie sich selbst nicht für wichtig genug nehmen. Viele folgern daraus, dass die Qualität dann ebenfalls gering bis ungenügend sein muss. Eine andere Möglichkeit, Unzuverlässigkeit zu interpretieren ist Selbstüberschätzung oder mangelnde Wertschätzung gegenüber dem Kunden oder Geschäftspartner. Unzuverlässigkeit ist eine deutliche Form, seine Nichtachtung für den anderen zum Ausdruck zu bringen. Tatsächlich kann unzuverlässiges Handeln sogar zu einer Strafe führen. So kann es bei Nichterfüllung eines Vertrages oder bei Liefer- oder Zahlungsverzug zu entsprechenden rechtlichen Konsequenzen kommen, bis hin zur Vertragsstornierung. Das hat dann direkte Auswirkungen auf den Umsatz des Unternehmens.

Nachweis der Zuverlässigkeit

Als Unternehmen wollen Sie natürlich nicht das Wort Zuverlässigkeit in jeder Bewerbung lesen. Vielmehr müssen andere Tatsachen Sie von der Zuverlässigkeit eines Bewerbers überzeugen. Bewerber, die regelmäßige Tätigkeiten ausüben, unterstreichen damit ihre Zuverlässigkeit. Die Dauer der Beschäftigungsverhältnisse kann auch ein Indiz für Zuverlässigkeit sein, Job-Hopper sind meist weniger zuverlässig. Bewerber, denen im vorherigen Arbeitsverhältnis wichtige Aufgaben übertragen wurden, können ebenfalls als zuverlässig eingestuft werden. Klarheit über die Zuverlässigkeit eines Bewerbers bekommen Sie meist erst, wenn der Mitarbeiter eingestellt ist. Dennoch können im Bewerbergespräch einige Fragen und Statements wertvolle Hinweise liefern. Wir haben aus dieser Erkenntnis einen Online-Eignungstest kreiert, der Ihnen effektiv aufzeigen soll, wie zuverlässig Ihre Bewerber voraussichtlich in der Praxis sein werden.

Mögliche Fragen könnten zum Beispiel so aussehen:

Schätzen Sie sich mit Blick auf die folgenden Statements selbst ein.

  • 1 steht dabei für „trifft zu“.
  • 2 steht für „trifft eher zu“.
  • 3 steht für „teils-teils“.
  • 4 steht für „trifft eher nicht zu“.
  • 5 steht für „trifft nicht zu“.

 

Das Statement

Das bedeutet die Antwort

 
Wenn ich merke, dass ich den Termin nicht einhalten kann, gebe ich sofort Bescheid.Ein solches Verhalten zeigt Respekt und Wertschätzung dem anderen gegenüber.
 
Wenn ich mal eine halbe Stunde zu spät komme, macht das nichts.Diese Aussage spricht für mangelnde Wertschätzung gegenüber den Ressourcen anderer.
 
Wir setzen im Unternehmen alles daran, unsere Kunden pünktlich zu beliefern.So agierende Unternehmen werden als zuverlässig empfunden.
 
Ein bisschen Unpünktlichkeit ist mittlerweile gesellschaftsfähig.Das ist leider wahr. Die Gesellschaft wird immer oberflächlicher, Zuverlässigkeit wird nicht mehr eingefordert.
 
Wenn ich einen Termin nicht schaffe, fällt mir bestimmt eine Entschuldigung ein.Unzuverlässige Menschen haben immer sehr schnell eine Ausrede parat. Dennoch ist es so, dass die Mitmenschen sie sehr schnell durchschauen.
 
Da ich meine Arbeit immer sehr gut organisiere, kann ich zuverlässige Zusagen machen.Organisationstalent ist das A und O bei der Zuverlässigkeit. Wer sich nicht gut organisieren kann, verzettelt sich leicht und kann am Ende vorgegebene Termine nicht einhalten.
 
Meine Disziplin hilft mir, meinen Arbeitsalltag zu organisieren.Mit Disziplin ist es möglich, zuverlässig zu arbeiten.
 
Mein Tag hat nicht genug Stunden, um all die Arbeit zu erledigen.Mit der richtigen Einschätzung des Zeitaufwandes passiert das nicht und Aufgaben können zuverlässig erledigt werden.
Die Unzuverlässigkeit meiner Mitarbeiter hat mich stets sehr enttäuscht.Unzuverlässigkeit hat immer Folgen, manche sind weitreichender als andere.
 
Ich empfinde meinen Kunden, der mich ständig an die Erledigung der Aufgaben erinnert schon fast als Stalker.Hier ist jemandem die Schuldhaftigkeit seiner Unzuverlässigkeit nicht bewusst. Der mahnende Kunde stört.

Das Gegenteil von Zuverlässigkeit

Das Gegenteil von Zuverlässigkeit ist die Unzuverlässigkeit. Sie steht in engem Zusammenhang mit Verantwortungslosigkeit, Oberflächlichkeit, Unberechenbarkeit, Unglaubwürdigkeit, Unsicherheit, mangelnder Loyalität und Wankelmut. Andere Worte für Unzuverlässigkeit sind auch Unstetigkeit oder Unbeständigkeit.

Diese Aspekte sind beim Blick auf die Zuverlässigkeit zu berücksichtigen

Zuverlässigkeit steht in engem Zusammenhang mit Ernsthaftigkeit, Gewissenhaftigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Organisationsfähigkeit, Ordnungssinn, Treue und Fleiß. Zuverlässige Mitarbeiter begeistern ihre Vorgesetzten, denn diese wissen, dass wichtige Aufgaben erwartungsgemäß erledigt werden. Zuverlässigkeit vermittelt beim anderen ein Gefühl der Sicherheit und schafft Vertrauen. Wer schon mehrfach unter Beweis stellen konnte, dass er zuverlässig ist, dem schenkt sein Umfeld Vertrauen. Darauf lassen sich neue Kontakte aufbauen. Außerdem reduziert Zuverlässigkeit Stress auf beiden Seiten. Wer eine Aufgabe abgibt, muss sich keine Gedanken um die Erledigung machen.

Kann man Zuverlässigkeit erwerben?

Zuverlässigkeit ist eine Kompetenz, die sich jeder selbst aneignen kann. Wichtig in diesem Zusammenhang ist es, den Überblick über seine Aufgaben zu behalten. Wer sich falsch einschätzt, macht Zusagen, die er am Ende nicht einhalten kann. Auch den Zeitaufwand für eine Aufgabe richtig einzuschätzen, ist wichtig. Das kann jeder trainieren. Der einfachste Weg, zuverlässiger zu werden, ist eine To-Do-Liste in die auch eingetragen wird, wie lange die jeweilige Aufgabe am Ende gedauert hat. In speziellen Seminaren kann beispielsweise Selbstorganisation erlernt werden.

Die Auswirkung mangelhafter Zuverlässigkeit für Ihr Unternehmen

Mangelhaft Zuverlässigkeit führt zu gestressten Mitarbeitern, Frust, Ärger bis hin zu finanziellen Schäden in Ihrem Unternehmen. Auch ungewollte Unzuverlässigkeit richtet Schaden an. Als Unternehmen sollten Sie Wert auf Zuverlässigkeit und Weitsichtigkeit legen, um die Enttäuschung oder Schlimmeres beim anderen zu vermeiden. Gemeinsam fahnden wir gerne mit Ihnen nach zuverlässigen neuen Mitarbeitern für Ihren Betrieb.

Einstellungstest im Auswahlverfahren: Zuverlässigkeit

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