Deligieren: Testen Sie Ihre Bewerber auf diese Kompetenz

Aktualisiert am 31. Mai 2021 von Ömer Bekar

Sie kennen das Gefühl aus dem beruflichen oder privaten Alltag ganz bestimmt: Wenn etwas genau nach Ihren Wünschen ablaufen soll, erledigen Sie es am liebsten selbst. Möglicherweise haben Sie schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht und waren mit einem Ergebnis unzufrieden. Die Schlussfolgerung ist, dass Sie denken, Sie bekommen das Ganze besser hin als irgendwer anders. Für Unternehmen und Betriebe, die erfolgreich operieren möchten, ist diese Einstellung von großem Nachteil. Im täglichen Berufsleben fallen so viele unterschiedliche Aufgaben an, dass es schier unmöglich ist, diese nicht zu delegieren. Jeder Tag ist schließlich zeitlich begrenzt und innerhalb der Arbeitszeit sollen bestimmte Projekte abgeschlossen werden. In unserem Beitrag erläutern wir Ihnen, wie Sie aus der Zahl Ihrer Bewerber diejenigen herausfiltern, die die Fähigkeit zu delegieren besitzen.

Fähigkeit zu Delegieren

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Zur Definition. Das bedeutet die Fähigkeit zu delegieren in der Praxis.

Viele Menschen haben eine Neigung dazu, alle erdenklichen Aufgaben und Situationen alleine und selbst zu meistern. Das kann für Unternehmen fatale Folgen nach sich ziehen. Gerade im Beruf ist es elementar wichtig, delegieren zu können. Im praktischen Sinne bedeutet das, Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen an andere Personen zu übertragen. Bei Dritten, denen man Anliegen überträgt, kann es sich um Kollegen, zuarbeitende Mitarbeiter oder externe Dienstleister handeln.

Menschen mit der Fähigkeit zu delegieren …

  • tun sich nicht schwer damit, bestimmte Abläufe an andere Personen abzugeben.
  • agieren verantwortungsvoll und sensibel im Umgang mit Kollegen und Mitarbeitern.
  • zollen ihren Mitmenschen Respekt und Vertrauen.
  • machen sich nicht alle Herausforderungen im Berufsleben selbst zu eigen.
  • sind in der Regel kommunikationsfähig und können ebenso gut zuhören.
  • arbeiten gerne im Team und schätzen gemeinsame Erfolge.
  • handeln proaktiv im Sinne des jeweiligen Unternehmensziels.
  • tragen zu einem effektiven und weitestgehend reibungslosen Betriebsablauf bei.
  • arbeiten entspannt und gründlich, weil sie nicht alle Fragestellungen persönlich klären müssen.
  • sind in der Lage „nein“ zu sagen.

Deswegen ist die Fähigkeit zu delegieren Ihrer Mitarbeiter für Ihr Unternehmen wichtig

Jedes Unternehmen ist bestrebt, ehrliche und motivierte Mitarbeiter einzustellen, die aktiv zum Firmenerfolg beitragen. Neben fachlichen Kenntnissen, branchentypischen Erfahrungen und einer angenehmen Persönlichkeit sollten Sie bei Bewerbern auf die Fähigkeit zu delegieren achten. Aufgaben zu delegieren zieht oftmals positive Arbeitsergebnisse nach sich. Das liegt an den Vorteilen, die die Abgabe von Aufgaben und Arbeiten an Mitarbeiter und Kollegen generell mit sich bringt. Gerade Führungskräfte gewinnen durch die Verteilung von Einzelaufgaben an Dritte mehr Zeit für wesentliche Sachverhalte. Im gleichen Zusammenhang fühlen sich Mitarbeiter, denen Verantwortung übertragen wird, gefördert und respektiert. Sie genießen fast immer das Vertrauen, das Vorgesetzte oder Chefs in sie setzen und sind zumeist bemüht, die an sie gestellten Erwartungen auch zu ihrer Zufriedenheit zu erfüllen. Als Konsequenz ernten Führungspersonen, die delegieren können, die Anerkennung ihrer Mitarbeiter. Zudem haben sie unterm Strich weniger Stress, denn ihr Schreibtisch quillt nicht so schnell über.

Nachweis der Fähigkeit zu delegieren

Eine althergebrachte Faustregel lautet, dass wer nicht delegieren kann, auch keine Mitarbeiter braucht. Als Grundvoraussetzung gilt, dass Menschen Vertrauen in andere Menschen haben müssen, um erfolgreich und effizient delegieren zu können. Das fängt beim Einkaufen und der Arbeit in Haus und Garten an, wenn zunächst der Partner oder andere Familienmitglieder und später die Kinder eigenständig ihnen übertragene Verpflichtungen abarbeiten sollen. Schon hier verfügt über mehr Freizeit, wer nicht alles selbst übernimmt. Engagements im sozialen Bereich deuten vielfach auf eine Fähigkeit zu delegieren hin. Auf diesem Gebiet können Aktive stets nur einen kleinen Teil beitragen – den Rest erledigen andere Verantwortliche, wie viele kleine Zahnräder, die ein Ganzes bilden.

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Für die genauere Feststellung, ob ein Bewerber die Fähigkeit zu delegieren mitbringt, gibt es hilfreiche Online-Einstellungstests. Unser Eignungstest beleuchtet außerdem Fragen zu anderen Kompetenzen, die ausschlaggebend sind, um den passenden Kandidaten auszuwählen. Wir bieten Ihnen gern unsere ausführliche Fragensammlung an. Zudem übernehmen wir selbstverständlich gerne das komplette Online-Eignungstestverfahren für Sie.

Mögliche Fragen des Tests könnten zum Beispiel so aussehen:

Schätzen Sie sich mit Blick auf die folgenden Statements selbst ein.

  • 1 steht dabei für „trifft zu“.
  • 2 steht für „trifft eher zu“.
  • 3 steht für „teils-teils“.
  • 4 steht für „trifft eher nicht zu“.
  • 5 steht für „trifft nicht zu“.

 

Das Statement

Das bedeutet die Antwort

 
Bei der konsequenten Führung von Mitarbeitern empfinde ich eine gewisse Scheu. Mit dieser Aussage bestätigt ein Bewerber, dass er nicht delegieren kann.
 
Ich habe kein Problem damit, mich gegen den Willen von Kollegen oder Mitarbeitern mit stichhaltigen Argumenten durchzusetzen. Wer diese Aussage bejaht, besitzt die Grundvoraussetzung zum Delegieren.
 
In hektischen Situationen verliere ich gelegentlich den Überblick über alle offenen Aufgaben. Dieser Satz verdeutlicht die Unfähigkeit, erfolgreich zu delegieren – eine vollständige Übersicht muss selbst in chaotischen Zeiten vorhanden sein.
 
Selbstverständlich weise ich Mitarbeiter klar in ihre Aufgaben ein. Bei möglichen Schwierigkeiten können sie mich jederzeit ansprechen. Ein kollegiales und kommunikatives Verhältnis ist beim Delegieren unerlässlich – somit ist diese Aussage positiv zu werten.
 
Ich bin rasch vertraut mit dem geforderten Arbeitsziel und kann nach kurzer Zeit die Leistungsfähigkeit meiner Kollegen einschätzen. Dieser Bewerber verfügt über eine vielversprechende Basis für produktives Delegieren.
 
Es ist wichtig, Mitarbeiter zu schulen und zu fördern, damit sie neue Aufgabenstellungen lösen können. Ein Statement, das davon zeugt, dass der Betreffende die Rolle des Delegierens versteht.
 
Manchmal dauert es mir zu lang, den Kollegen sämtliche einzelnen Arbeitsschritte zu erläutern und den Hintergrund von Problematiken zu erklären. In der Zeit habe ich eine Lösung gefunden. Achtung: Dieser Kandidat nimmt selbst das Zepter in die Hand, anstatt Verantwortung abzugeben. Zum Delegieren taugt er/sie nicht.
 
Die Abgabe bestimmter Aufgaben birgt ein hohes Fehlerpotenzial, daher erledige ich knifflige Dinge lieber selbst. Ein solcher Satz umschreibt, dass lediglich simple Arbeiten abgegeben werden. Dauerhaft kann ein solches Verhalten zu Frust im Betrieb führen.
 
Falls mein Mitarbeiter zu langsam ist, versuche ich ihn für die übertragene Sache zu motivieren. Dazu helfen definierte Zwischenziele. Genauso funktioniert Delegieren.
 
Ich kontrolliere die Abläufe und Arbeitsergebnisse der Kollegen in regelmäßigen Abständen, beispielsweise durch Teambesprechungen. Eine gewisse Kontrolle ist zur Erreichung der Aufgabenziele notwendig. Wer ein zu aktiver Kontrollfreak ist, kann weniger gut delegieren.
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Das Gegenteil der Fähigkeit zu delegieren

Menschen, die keiner anderen Person etwas zutrauen und aus der Angst vor Fehlern oder Versagen alle Vorgänge selbst abschließen wollen, sind oft gestresst und missmutig. Sie haben keine Zeit für Gespräche und reagieren teils abweisend oder egoistisch. Die meisten Betroffenen sind in ihrem Alltag gefangen und kommen aus dem selbst kreierten Hamsterrad nicht mehr heraus. Berufliche wie soziale Kontakte leiden langfristig unter der Unfähigkeit zu delegieren.

Diese Aspekte sind beim Blick auf die Fähigkeit zu delegieren zu berücksichtigen

Aufgaben zu delegieren kann für beide Seiten eine befriedigende und erfolgreiche Situation darstellen. Eine Führungskraft verschafft sich Freiräume für wichtigere Angelegenheiten und der Mitarbeiter freut sich über die ihm übertragene Verantwortung. Dennoch ist erfolgreiches Delegieren ein Geben und Nehmen. Ungünstig sind Mitarbeiter oder Chefs, die buchstäblich alles an Dritte abgeben. Der Sinn von Delegieren besteht nicht darin, die Mitarbeiter wirbeln zu lassen und währenddessen selbst „Däumchen zu drehen“. Ein gesundes Maß an Menschen- und Sachverstand ist zum gewinnbringenden Delegieren unentbehrlich.

Kann man die Fähigkeit zu delegieren erwerben?

Schulungen und Workshops für Organisationsweisen und Kommunikationstechniken können dazu beitragen, dass Menschen delegieren lernen. Sie müssen in der Lage sein, die weitergegebenen Aufgaben zu jeder Zeit im Überblick zu behalten, und von Beginn an ihren Mitarbeitern aussagekräftige Erläuterungen mitgeben. Wer Informationen zurückhält oder Sachverhalte nicht gut darstellen kann, wird nicht erfolgreich delegieren. Vertrauen in Kollegen und Mitmenschen sollte allerdings grundsätzlich vorhanden sein.

Die Auswirkung mangelhafter Fähigkeit zu delegieren für Ihr Unternehmen

Haben Sie einige Mitarbeiter eingestellt, die unfähig sind zu delegieren, so beschäftigen Sie im schlechtesten Fall eine Horde von „Einzelkämpfern“. Wer Kollegen und Mitarbeiter nicht fördert, bringt als Folge den gesamten Betrieb nicht voran. Außerdem sind Führungskräfte, die Aufgaben abgeben sollen, aber nicht können, häufig nach einer Weile völlig überarbeitet. Es droht ein Burnout, weil jedes kleine Detail selbst verarbeitet wird. Sogar im Hinblick auf das Betriebsklima wirkt sich mangelnde Fähigkeit zu delegieren aus. Es fehlt an Zusammengehörigkeitsgefühl und freundlicher, entspannter Arbeitsumgebung. Sie sehen, dass die aktivitäts- und umsetzungsorientierte Kompetenz der Fähigkeit zu delegieren gravierende Relevanz besitzt. Mit Freude unterstützen wir Sie nun mithilfe unseres Online-Einstellungstestes bei der Überprüfung, welcher Ihrer Bewerber über die Fähigkeit zu delegieren verfügt.

Einstellungstest im Auswahlverfahren: Fähigkeit zu delegieren

Test hier downloaden