Problemlösefähigkeiten: Effektiver Kompetenztest

Aktualisiert am 10. Februar 2021 von Ömer Bekar

Verbringen Sie nicht eigentlich jeden Tag damit, Probleme zu lösen, so wie viele andere Menschen auch? Problemlösefähigkeit, was ist das überhaupt? Was bedeutet es im Bewerbungsprozess? Wir möchten Ihnen hier zeigen, was es mit dieser Kompetenz auf sich hat und warum die Kompetenz der Problemlösefähigkeit viel mehr bedeutet, als nur Probleme zu lösen. Erfahren Sie im folgenden Beitrag, wie Sie die Problemlösefähigkeit Ihrer Bewerber auf den ersten Blick erkennen können.

Problemlösefähigkeiten: Aktivitäts & Umsetzung

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Zur Definition. Das bedeutet Problemlösefähigkeit in der Praxis.

Problemlösefähigkeit beschreibt die Eigenschaft, komplexe Problemstellungen verstehen und lösen zu können. Bei komplexen Problemen ist der Lösungsweg nicht sofort offensichtlich. Trotzdem schaffen es Kandidaten mit ausgezeichneter Problemlösefähigkeit, mithilfe der gegebenen Hinweise und Werkzeuge eine kreative Lösung zu finden.

Menschen mit Problemlösefähigkeit…

  • können komplexe Probleme erkennen und beschreiben.
  • finden Lösungen, selbst wenn der Lösungsweg zunächst unklar erscheint.
  • geben nicht gleich auf, wenn eine Aufgabe komplex erscheint.
  • schaffen es, effektiv mit den Informationen und Werkzeugen umzugehen, die ihnen zur Verfügung stehen.
  • entwickeln selbstständig und motiviert Lösungsstrategien.
  • können ihre Ideen und Ansätze klar kommunizieren.
  • beziehen andere Personen und Gruppen in die Problemlösung ein.

Deswegen ist die Problemfähigkeit Ihrer Mitarbeiter für Ihr Unternehmen wichtig

Jeder Manager wird die Problemlösefähigkeit seiner Mitarbeiter zu schätzen wissen. Sie ist eine der wesentlichsten Kompetenzen. Überall im beruflichen, aber ebenso im privaten Alltag treten unerwartet komplexe Probleme auf. Zu deren Lösung kommen verschiedene Strategien zum Einsatz, die sich in der Vergangenheit als erfolgreich gezeigt haben. Dem Lernprozess folgt ein immer größer werdender Erfahrungsschatz. Wichtig ist zudem die Fähigkeit, die Probleme und besonders die Lösungsansätze klar und deutlich kommunizieren zu können. Nur wer seine Ideen mit anderen teilen kann, ist wirklich in der Lage, eine Lösung zu erreichen. Zudem steigert die Kommunikation den Lerneffekt für Team und Unternehmen. Einzelne Mitarbeiter mit starker Problemlösefähigkeit sind daher wertvoll für das gesamte Umfeld.

Nachweis von Problemlösefähigkeit

Kann der Bewerber erfolgreich darlegen, wie er in der Vergangenheit bereits ein scheinbar unlösbares Problem kreativ angegangen ist, kann das zeigen, dass er Problemlösefähigkeit in sich birgt. Klassischerweise wird diese Kompetenz allerdings mit kleinen Fallstudien getestet. Dabei ist nicht nur die Lösung des Problems ausschlaggebend, sondern auch der Lösungsprozess an sich. Kann der Bewerber deutlich machen, welche Gedanken er zum Problem hat? In welchen Schritten kommt er zu einer Lösung? Kann er diese Gedankengänge so beschreiben, dass andere ihm folgen können? Wie kreativ ist der Lösungsweg im Vergleich zu alternativen Varianten? In einem Fragebogen kann ebenso festgestellt werden, wie problemlösefähig sich der Kandidat selbst einschätzt.

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Mögliche Fragen könnten zum Beispiel so aussehen:

Schätzen Sie sich mit Blick auf die folgenden Statements selbst ein.

  • 1 steht dabei für „trifft zu“.
  • 2 steht für „trifft eher zu“.
  • 3 steht für „teils-teils“.
  • 4 steht für „trifft eher nicht zu“.
  • 5 steht für „trifft nicht zu“.

 

Das Statement

Das bedeutet die Antwort

 
Bei komplexen Problemen gebe ich nicht direkt auf, sondern suche nach kreativen Lösungen. Diese Antwort verdeutlicht die Motivation und das Durchhaltevermögen eines problemlösefähigen Menschen.
 
Es fällt mir leicht, systematisch an komplexe Problemstellungen heranzugehen.

 

Bei der Lösung von Problemen verfolgt der Kandidat eine Strategie oder zumindest eine Systematik.
 
Komplizierte Sachverhalte kann ich gut herunterbrechen und anderen schildern.   Klare Kommunikation über das Problem und Lösungsideen liegen dem Kandidaten.
 
Meine Gedankengänge kann ich so schildern, dass andere mir gut folgen können, selbst wenn sie kompliziert sind.  Anderen Einblick geben zu können in die eigene Vorgehensweise, erleichtert die Teamarbeit.
 
Komplexe Problemstellungen empfinde ich als herausfordernd, nicht als abschreckend. Die Antwort verdeutlicht, dass komplexe Probleme als motivierend wahrgenommen werden können.
 
Ich arbeite so lange bis ich mehrere alternative Lösungen gefunden habe, statt mich mit der erstbesten zufrieden zu geben. Ehrgeiz und kritische Reflexion können das Lösungsergebnis weiter verbessern.
 
Aus erfolgreich gelösten Problemen lerne ich. Diese Antwort zeigt Lernfähigkeit und Strategie.
 
Probleme zu lösen heißt für mich, kooperationsfähig und kompromissbereit zu sein.Ein Team profitiert von Problemlösefähigkeit, wenn es miteinander kooperiert und sich austauscht.
 
Habe ich eine Lösung zu einem Problem gefunden, betrachte ich sie zunächst kritisch, bevor ich sie akzeptiere.Komplexe Probleme bringen manchmal komplexe Lösungen mit sich, die kritisch begutachtet werden müssen, bevor sie als gut bezeichnet werden können.
 
Ich verfolge meist eine klare Strategie, wenn ich Probleme löse. Diese Antwort zeigt einen Kandidaten, der gute Problemslösefähigkeit mit bringt, da er strategisch handeln und denken kann.
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Das Gegenteil von Problemlösefähigkeit

Mangelnde Problemlösefähigkeit kann zu einem Problem werden, da sie meist mit eingeschränkter Lernfähigkeit einhergeht. Um erfolgreich komplexe Probleme lösen zu können, muss allerdings auch eine dementsprechend förderliche Umgebung vorherrschen, in der sowohl Lernen gefördert wird als auch Fehler machen erlaubt ist.

Diese Aspekte sind beim Blick auf die Problemlösefähigkeit zu berücksichtigen

Problemlösefähigkeit hängt eng zusammen mit kreativem und strategischem Denken. Diverse Heuristiken und Algorithmen bieten Problemlösestrategien, die bei der Lösungsfindung unterstützen können. In der Regel erfolgt dieser Prozess nach dem folgenden Schema: Zunächst wird das Problem als komplex und unbefriedigend wahrgenommen. Der Anreiz entsteht, dieses Problem zu lösen und die Situation zu verbessern. Hilfsmittel und Informationen werden gesucht. Ist der richtige Lösungsweg gefunden, hat der Kandidat ein Erfolgserlebnis. Falls nicht, muss er einige Schritte zurückgehen und den Prozess wiederholen.

Kann man Problemlösefähigkeit erwerben?

Man kann durchaus trainieren, wie man am besten mit Herausforderungen umgeht. Verschiedene Strategien lassen sich hierbei einüben. Zum Beispiel kann eine Mittel-Zweck-Analyse trainiert werden. Ist der Lösungsweg das richtige Mittel um den Zweck/Sollzustand zu erreichen? Und ist dieser Zustand wirklich eine Lösung des Problems? Alternativ kann mit Analogien gearbeitet, oder vom Ziel aus gedacht werden. Diese Techniken sollen helfen, aus einem festgefahrenen Denkmuster auszubrechen.

Die Auswirkung mangelhafter Problemlösefähigkeit für Ihr Unternehmen

Problemlösefähigkeit ist, wie bereits erwähnt, eine zentrale Kompetenz, ohne die Unternehmen vor Herausforderungen stechen bleiben würden. Nicht jeder Mitarbeiter ist gut darin, komplexe Probleme zu bewältigen. Das ist durchaus in Ordnung. In einem Team muss daher die richtige Kombination von Kompetenzen bestehen, je nach der Anforderung, die an die Gruppe gestellt wird. Es gibt Aufgaben, die lassen sich auch ohne Problemlösefähigkeit meistern. Für andere wiederum ist diese Kompetenz unumgänglich. Als Faustregel gilt: Je anspruchsvoller die Aufgabe des Unternehmens ist, umso mehr Problemlösefähigkeit wird benötigt. Aus diesem Grund ist es wichtig, Problemlösefähigkeit erkennen zu können.  Mit diesem Beitrag haben wir Ihnen einen Einblick ins Thema gegeben. Wir unterstützen Sie nun gerne dabei, mithilfe eines online durchgeführten Einstellungstests zu testen, wie geeignet Ihre Bewerber sind.

Test hier downloaden