Beurteilungsfähigkeit: Das Beurteilungsvermögen testen

Aktualisiert am 31. Mai 2021 von Ömer Bekar

Wie wichtig schätzen Sie die aktivitäts- und umsetzungsorientierte Kompetenz der Beurteilungsfähigkeit ein? Die Fähigkeit, eine möglichst genaue und zutreffende Einschätzung zu fällen, ist sowohl bei Bewerbern als auch bei Arbeitgebern von großer Bedeutung. Etliche Betriebe suchen Mitarbeiter mit Beurteilungsfähigkeit. Zahlreiche Bewerber behaupten zudem von sich, dass sie in der Lage sind, nutzbringend beurteilen zu können. Sind auf der anderen Seite Arbeitgeber ebenso gut in der Lage, ein vernünftiges Urteil zu fällen, und den perfekt passenden Kandidaten auszusuchen? Die Dimension vom Beurteilungsvermögen erstreckt sich viel weiter als zunächst angenommen. In diesem Beitrag erläutern wir, wie Sie das Urteilsvermögen Ihrer Bewerber hinterfragen und erkennen können. Lesen Sie im Weiteren, welche Möglichkeiten bestehen, die Beurteilungsfähigkeit im Zusammenhang mit einem Einstellungstest zu ermitteln.

Beurteilungsfähigkeit

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Zur Definition. Das bedeutet Beurteilungsfähigkeit in der Praxis.

Beurteilungsfähigkeit zählt zu den aktivitäts- und umsetzungsorientierten Kompetenzen. Daraus ergibt sich die logische Schlussfolgerung, dass auf eine begründete Einschätzung Maßnahmen und Aktivitäten folgen. Die Befähigung, Prozesse, Sachlagen und Menschen korrekt einzuschätzen, trägt zur Erreichung von Unternehmens- und Betriebszielen bei. Innovationen, Entwicklungen und Veränderungen sind nur dann effizient möglich, wenn Mitarbeiter beurteilungsfähig sind.

Menschen mit Beurteilungsvermögen …

  • besitzen tiefgründige Sachkenntnisse und fachliches Know-how.
  • sind in der Lage, Objektivität zu bewahren und jegliche persönlichen Vorbehalte auszuklammern.
  • betrachten Vorgänge und Abläufe nüchtern und vorurteilsfrei.
  • schätzen Situationen und Ereignisse gerecht sowie unparteiisch ein.
  • sind motiviert, im Sinne des Unternehmens ein bestmögliches Urteil zu fällen, um Methoden und Betriebsergebnis zu verbessern.
  • arbeiten in der Regel konzentriert und gelassen, wobei sie sich zu keiner Zeit für Dritte bemerkbar auf eine Seite stellen.
  • erkennen Regeln und Muster ohne größere Schwierigkeiten.
  • hinterfragen Arbeitstechniken und Herangehensweisen anhand einer bestimmten Zielsetzung.
  • definieren Gemeinsamkeiten und Unterschiede, um eine Bewertung vornehmen zu können.

Deswegen ist die Beurteilungsfähigkeit Ihrer Mitarbeiter für Ihr Unternehmen wichtig

Für Geschäftsführer und Unternehmensleitungen ist es nicht nur essentiell, dass die Mitarbeiter motiviert sind und fleißig und effizient ihre täglichen Aufgaben bewältigen. Neben guten kommunikativen Fähigkeiten und anderen sozialen Kompetenzen ist die Beurteilungsfähigkeit für die Ausübung bestimmter Positionen unerlässlich. Arbeitnehmer, die die Fähigkeit haben, Strategien zu erkennen und neu zu definieren sowie diese auf veränderte Situationen oder Gegebenheiten zu transferieren, bringen ein Unternehmen nach vorne. Nur durch Anpassungen und Veränderungen kann ein Betrieb langfristig erfolgreich bleiben. Unternehmer, die nicht mit der Zeit gehen, geraten rasch ins Hintertreffen. Das gilt im Hinblick auf die Implementierung moderner Kommunikationstechniken genauso wie beispielsweise vor dem Hintergrund der Umstellung auf den Einsatz erneuerbarer Energien. Damit Fortschritt möglich ist, müssen Mitarbeiter Arbeitsweisen und Werkzeuge sowie Menschen und Marktsituationen ordentlich und zuverlässig bewerten können.

Nachweis von Beurteilungsfähigkeit

Berufliches Wissen in einer arbeitsmarktrelevanten Branche bildet den Grundstein für die Fähigkeit zur Beurteilung. Neben der Kenntnis von Vorgehens- und Verfahrensmöglichkeiten, von Grundsätzen und Fakten ist zumeist Praxiswissen ausschlaggebend. Wer urteilen kann, vermag Arbeits- und Lernprozesse inklusive deren Ergebnisse und Konsequenzen anhand spezieller Maßstäbe zu vergleichen und zu bewerten.

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Eine bedeutende Rolle kommt der Neutralität und Parteilosigkeit zugute. Wer also zum Beispiel unabhängig von einem Verein als Schiedsrichter tätig war oder ist, kann häufig kritische Situationen neutral einstufen. Auch Bewerber, die sich ehrenamtlich als Schiedsmann oder –frau betätigen, sind in der Lage, insbesondere unbequeme Vorfälle und Angelegenheiten unparteiisch zu betrachten. Jeder, der solche Erfahrungen in das Berufsleben einbringen kann, bringt optimale Voraussetzungen mit.

Ein anderer Weg, um die aktivitäts- und umsetzungsorientierte Kompetenz der Beurteilungsfähigkeit festzustellen ist ein Online-Eignungstest. In unserem Einstellungstest finden Sie unterschiedliche Fragen sowohl zu dieser besonderen als auch zu anderen beruflich entscheidenden Kompetenzen. Gern stellen wir Ihnen unser vollständiges Portfolio zur Verfügung.

Mögliche Fragen könnten zum Beispiel so aussehen:

Schätzen Sie sich mit Blick auf die folgenden Statements selbst ein.

  • 1 steht dabei für „trifft zu“.
  • 2 steht für „trifft eher zu“.
  • 3 steht für „teils-teils“.
  • 4 steht für „trifft eher nicht zu“.
  • 5 steht für „trifft nicht zu“.

 

Das Statement

Das bedeutet die Antwort

 
Ich beobachte mein Umfeld sehr genau und verfüge über eine ausgeprägte Wahrnehmungsfähigkeit. Wer diese Eigenschaft aufweist, besitzt die erforderliche Basis, um Vergleiche ziehen zu können.
 
Die Ausarbeitung verschiedener Parameter für die Gegenüberstellung von Methoden und Sachverhalten bereitet mir Freude. Dieser Satz steht für eine vernünftige Herangehensweise an eine Beurteilung.
 
In manchen Situationen fällt es mir schwer, unparteiisch zu bleiben. Manchmal gelingt die Distanz nicht. Diese Aussage umschreibt eine Schwäche hinsichtlich einer fruchtbaren Beurteilungsfähigkeit.
 
Ich finde mich gerne in der Rolle des Beobachters und bleibe vorzugsweise passiv. Durch reines Zuschauen passiert keine Urteilsfindung und womöglich keine Aktion.
 
In heftigen Diskussionen kann ich gut moderieren und unterschiedliche Ansichten in Einklang bringen. Hierbei handelt es sich um eine dienliche Vorstufe zur Beurteilungsfähigkeit.
 
Es gelingt mir fast immer, Menschen und ihre charakterlichen Eigenschaften korrekt einzustufen. Ich kann Körpersprache richtig interpretieren. Das klingt sicherlich etwas anmaßend, ist aber gelegentlich, etwa im Personalbereich, ein Vorteil.
 
Beurteilungsfähigkeit heißt, Fakten und Daten oder Ereignisse gegeneinander abzuwägen und eine Einschätzung zu finden, die in mögliche Maßnahmen übergeht. Wenn Sie diesem Satz zustimmen, haben Sie die Bedeutung von Beurteilungsfähigkeit verstanden.
 
Wer eine Beurteilung abgibt, muss mitunter davon ausgehen, dass die Konsequenzen ein mangelndes kollegiales Verständnis in Bezug auf Kompromissbereitschaft bedeuten können.

 

Zutreffend ist, dass manchmal selbst äußerst neutrale Urteilsgeber unbeliebt sind.
 
Eine tatsächliche Entwicklung hat im Rückblick zu einer Verzerrung meiner ursprünglichen Vorhersagen und Einschätzungen geführt. Ein Zugeständnis an einen beruflichen Misserfolg mit unerwünschtem Effekt. Selbst erfahrene Urteile sind fehlbar, sollten jedoch ihre Einschätzung rückschauend nicht verfälschen.
 
Es stellt für mich immer wieder eine fesselnde Herausforderung dar, sachlich und neutral auf Personen, Abläufe und Arbeitsmittel zuzugehen. Diese Aussage bestätigt die Bereitschaft, objektive Vergleiche zu ziehen, die als Grundlage für eine Beurteilung dienen.
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Das Gegenteil von Beurteilungsfähigkeit

Weist ein Mitarbeiter keine Kompetenzen im Bereich Beurteilungsfähigkeit auf, kann er trotzdem ein wertvolles Teammitglied sein. Als Gegenteil von Beurteilungsfähigkeit gelten Eigenschaften wie Beflissenheit, Tüchtigkeit und Eifer. Gelegentlich fällt es Menschen mit ausgeprägter Beurteilungsfähigkeit schwer, ein Teamplayer zu sein. Mangelnde Teamfähigkeit gleichen daher kommunikativ veranlagte Mitarbeiter, die keine Bewertungen machen möchten oder können, aus.

Diese Aspekte sind beim Blick auf die Beurteilungsfähigkeit zu berücksichtigen

Mitarbeiter mit Beurteilungsfähigkeit sollten offen und neugierig sein. Weil sie zumeist keine Partei ergreifen, sind sie nicht immer bei allen Kollegen geschätzt. Das hängt jedoch im Wesentlichen von der Branche und dem Arbeitsumfeld ab. Bei Recruitern hat die Beurteilungsfähigkeit eine völlig andere Bedeutung als im Bereich der Produktions- oder Prozessentwicklung. Für jedwede Art der Urteilsbildung ist umfassendes Fachwissen ausschlaggebend.

Kann man Beurteilungsfähigkeit erwerben?

Man kann üben, neutral und möglichst unparteiisch auf Situationen oder Menschen zu reagieren. Dennoch gibt es Charaktere, denen das Objektivbleiben auch nach manchem Training nicht gelingen will. Eine gewisse Gelassenheit und entspannte Sicht auf die Dinge ist vorteilhaft für Berufstätige, die sich in ihrem beruflichen Umfeld mit Beurteilungen befassen. Wer das erforderliche Gespür nicht besitzt, kann Personen oder Gegebenheiten nicht ohne Weiteres korrekt durchschauen.

Die Auswirkung mangelhafter Beurteilungsfähigkeit für Ihr Unternehmen

Wie bereits vorab erwähnt, bringt die Befähigung, Verfahrens- und Verhaltensweisen zu beurteilen, Vorteile für Unternehmen und Betriebe mit sich. Wo Prozesse richtig evaluiert und an die jeweilige Marktsituation angepasst werden, bleibt eine Firma nachhaltig erfolgreich. Die Auswahl der richtigen Mitarbeiter ist dabei ein Aspekt, der sich für einen Betrieb im wahrsten Sinne des Wortes auszahlt. Zumindest an einigen Positionen ist eine Beurteilungsfähigkeit nicht zu entbehren. Aus diesem Anlass wollen wir Ihnen verdeutlichen, wie elementar diese Kompetenz der Urteilskraft ist. Wir freuen uns, Sie nun mithilfe eines Online-Eignungstestes dabei zu unterstützen, die Beurteilungsfähigkeit Ihrer Bewerber herauszufinden.

Einstellungstest im Auswahlverfahren: Beurteilungsfähigkeit Aktivität & Umsetzung

Test hier downloaden