Sie fragen sich, was man im Bewerbungsdschungel unter dem Wort Instrumentenkenntnisse versteht? Das kann zweierlei bedeuten, denn: Natürlich können Bewerber die Fähigkeit besitzen, ein Instrument zu spielen. Diese Kompetenz können allerdings nur die wenigsten in ihrem Beruf wirklich ausleben (es sei denn Sie möchten Erzieher, Logopäde oder Musiklehrer werden). Darüber hinaus gibt es aber auch noch die technische Variante von Instrumentenkenntnissen, die jeder kennt: Die Zahnarzthelferin hantiert mit allerlei Handinstrumenten vom Füllungsinstrument bis hin zum Mundspiegel. Und ja, auch das sind Instrumente, die man im jeweiligen Fachbereich gut beherrschen muss.

Zur Definition. Das bedeuten Instrumentenkenntnisse in der Praxis.

Mitarbeiter, die angeben, über Instrumentenkenntnisse zu verfügen, können demzufolge also nicht ohne weiteres in die Schublade der Pianisten oder der Zahnarzthelferinnen verbannt werden, denn diese Berufe könnten unterschiedlicher nicht sein. Mögliche Parallelen gibt es dennoch.

Menschen mit Instrumentenkenntnissen …

–    üben ein Handwerk aus, denn sie bedienen ein Instrument manuell.

–    haben gelernt, dieses Instrument anzuwenden.

–    beherrschen Handlungsabläufe, die auf bestimmten Anweisungen beruhen.

–    üben Instrumentenkenntnisse durch Erfahrung souverän aus.

 

Mitarbeiter, die über Instrumentenkenntnisse verfügen, sind für ein Unternehmen aus diversen Gründen wichtig, die auf den ersten Blick gar nicht erkennbar sind. Ein Blick in Schulzeugnisse und Zertifikate ist bei dieser recht praktischen Kompetenz meist wenig aufschlussreich. Allerdings gibt es die Möglichkeit, mit mithilfe eines Eignungs- und Auswahltests den Instrumentenkenntnissen eines Bewerbers doch recht genau auf die Spur zu kommen. Diesen meist standardisierten Plan können Sie selbst entwerfen oder alternativ aus unserem Leistungsportfolio den passenden Baustein auswählen.

Deswegen sind Instrumentenkenntnisse Ihrer Mitarbeiter für Ihr Unternehmen wichtig

Instrumentenkenntnisse sind Fachkompetenzen, die nötig sind, um einen Arbeitsablauf korrekt auszuführen. Egal wie unterschiedlicher der Musiker und der Zahnarzt auch sein mögen, das eint sie: Sie haben eine manuelle Fertigkeit, eine fachliche Kompetenz, erlernt und können diese ausüben, ohne tagtäglich wieder aufs Neue in die Lehrbücher schauen zu müssen. Damit deuten Instrumentenkenntnisse auch auf Abstraktionsvermögen und Kreativität hin, denn Instrumentenkenntnisse besagen auch: Eine fachliche Kompetenz wurde so lange trainiert, bis sie beherrschbar und anwendbar wurde.

Nachweis der Instrumentenkenntnisse

Ob ein Bewerber Instrumentenkenntnisse hat, lässt sich in der Praxis recht einfach nachforschen: In standardisierten Testverfahren werden Fragen via Eignungstest oder Auswahlverfahren eruiert, die mit Hilfe einer Antwortskala beantwortet werden. Um etwaige Instrumentenkenntnisse zu überprüfen, haben Sie natürlich ganz andere Möglichkeiten. Da es sich um eine Fachkompetenz handelt, eignet sich ein mündliches oder schriftliches Testverfahren. Effizient ist das allerdings nicht, wie diese Tabelle zeigt.

Überprüfung der Instrumentenkenntnisse mithilfe eines mündlichen Testverfahrens

Überprüfung der Instrumentenkenntnisse mithilfe eines schriftlichen Testverfahrens

  
Eine besonders beliebte Art, um Instrumentenkenntnisse abzufragen, ist es dem Bewerber die berufsspezifischen Instrumente vorzulegen. Dabei zeigt sich in der Praxis am besten, wie es um die Instrumentenkenntnisse bestellt ist.Es gibt Fragenkataloge, die Aufschluss über Instrumentenkenntnisse geben. Besonders beliebt dabei sind Aufgaben, die auch aus dem Bereich Technik oder logisches Denken stammen. Einige Testvarianten mit Zahnradaufgaben und dergleichen halten wir für Sie bereit.
Ein Prozessablauf, für den ein bestimmtes Instrument benötigt wird, wird via Skizze dem Bewerber im mündlichen Testverfahren vorgelegt. Anschließend sind Fachfragen zum Versuchsaufbau zu beantworten.Fragenkataloge (meist Multiple-Choice) haben wir ebenfalls in unserem Repertoire. Möglich sind dabei ebenfalls Auswahlfragen zu technischen Verfahren, Vorgängen oder Prozessen.
Alternativ könnte ein Praxistag als mündliche Testvariante organisiert werden. So kann die Überprüfung der Instrumentenkenntnisse in der Praxis stattfinden.Ein schriftliches Testverfahren schließt praxisnahe Tests nicht aus. So können Sie Ihre Bewerber im Rahmen der schriftlichen Abfrage der Instrumentenkenntnisse dazu auffordern, ein kleines Handbuch für einen bestimmten Ablauf zu erstellen. Dafür ist der korrekte Einsatz der entsprechenden Instrumente natürlich unumgänglich.

 

Neben diesen beiden Klassikern  gibt es noch eine dritte Variante, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten: Online-Einstellungstests sind nicht nur ein Trend der Zeit, sondern auch höchst effizient. Unter Rückgriff auf unseren Fragenpool können Sie direkt und schnell Ihre Bewerber im Rahmen eines Online-Einstellungstests prüfen. Die Vorteile dieser Testoption sind groß: Die Schummel-Sicherheit ist hoch, alle Anforderungen an Datensicherheit sind gegeben, das Ergebnis liegt gleich vor.

Diese Fragen könnten im Einstellungstest rund ums Thema Instrumentenkenntnisse zu beantworten sein:

  1. Wo befinden sich die Halbtonschritte auf der Dur-Tonleiter? (Lösung: 3 und 4 / 7 und 8).
  2. Wo befinden sich die Halbtonschritte auf der natürlichen Moll-Tonleiter? (Lösung: 2 und 3 / 5 und 6)
  3. Wie heißen die einzelnen Teile einer Sinfonie? (Lösung: Sätze)
  4. In welchem Buch sind alle Instrumentalstimmen notiert? (Lösung: Partitur)
  5. Welche Merkmale kennzeichnen ein Musical? (Lösung: Schauspiel, Tanz und Musik gehen beim Musical Hand in Hand.)
  6. Welche Verfahren eignen sich zur Instrumentendesinfektion in einer Praxis? (Lösung: Dampfsterilisation, Heißluftsterilisation,  Gassterilisation)
  7. Wie werden Röntgenstrahlen noch bezeichnet? (Lösung: X-Strahlen)
  8. Welche Bakterien sind verantwortlich für die Entstehung von Karies? (Lösung: Solmonella, Shigella)
  9. Welche Funktion hat der Filter beim Röntgenvorgang? (Lösung: Der Filter filtert energiearme Strahlung.)
  10. Welche Instrumente sind nötig, um eine Naht aufzulösen? (Lösung: Das Grundbesteck und das Skalpell.)

Das Gegenteil von Instrumentenkenntnissen

Wer über keinerlei Instrumentenkenntnisse verfügt, der wird sich im Normalfall auch weder als Profi-Musiker bewerben, noch als Zahnmedizinische Fachangestellte. Derart komplexes Fachwissen sollte die Grundausstattung sein, um sich für diesen Job zu bewerben. Grundsätzlich muss jeder Betrieb selbst entscheiden, ob Anwender- oder theoretische Kenntnisse verfügbar sein müssen.

Diese Aspekte sind beim Blick auf die Instrumentenkenntnisse zu berücksichtigen

Im Rahmen einer Berufsausbildung werden in aller Regel sowohl theoretische als auch praktische Kenntnisse vermittelt, die ihrerseits wieder in Anwender- und Profikenntnisse klassifiziert werden. Hier liegt es erneut an Ihnen, welchen Kompetenzlevel Sie brauchen, um Ihre vakante Stelle bestmöglichst besetzen zu können. Ein Beispiel könnte hierbei eine Stelle als Sachbearbeiterin bei einer Krankenversicherung sein: Die theoretischen Fachkenntnisse, welche Behandlungsmethoden nötig sind, sind wichtig, um den Job ausüben zu können. Die praktische Fähigkeit, die Behandlungen durchzuführen, sind es indes nicht.

Kann man Instrumentenkenntnisse erwerben?

Instrumentenkenntnisse sind Fachkenntnisse, die man erwerben kann. Handelt es sich um berufliche Fähigkeiten (wie bei der Zahnmedizinischen Fachangestellten), werden eben diese auch im Rahmen einer Fachausbildung erworben. Handelt es sich um Notenkenntnisse oder dergleichen, könnten diese grundsätzlich auch in der Freizeit (beispielsweise an einer Musikschule) erworben werden.

Die Auswirkung mangelhafter Instrumentenkenntnisse für Ihr Unternehmen

In einem Fachbetrieb ist es natürlich nötig, über die angesprochenen Instrumentenkenntnisse zu verfügen. Sonst kann die auferlegte Arbeite nicht fachgerecht und qualitativ hochwertig ausgeführt werden. Doch auch wenn ein Bewerber in seinen Lebenslauf unter „sonstigen Fähigkeiten“ Instrumentenkenntnisse vermerkt, sollte das Beachtung finden, denn Instrumentenkenntnisse implizieren auch immer Lernbereitschaft und Abstraktionsvermögen. Und diese Fähigkeiten zeichnen einen guten Mitarbeiter ohnehin aus.

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