Sie stimmen sicherlich mit uns überein, dass Maschinen mittlerweile einen Großteil der Arbeit in vielen Unternehmen übernommen haben. Und dann wissen Sie auch, dass diese eben nicht „von selbst“ funktionieren, sondern nur dann richtig arbeiten, wenn sie von Menschen bedient werden, die über spezielle Maschinenkenntnisse verfügen. Der Ansatz dieses Ratgebers ist es aufzuzeigen, wie Sie bei Ihren Bewerbern Maschinenkenntnisse erkennen, die in Entwickler- und Anwenderkenntnisse differenziert werden müssen.

Maschinenkenntnisse

Maschinenkenntnisse

Zur Definition. Das bedeuten Maschinenkenntnisse in der Praxis.

Wer in seiner Bewerbung angibt, über Maschinenkenntnisse zu verfügen, der sollte dies zwingend näher beschreiben – oder Sie müssen Ihrerseits nachfragen, was der Bewerber unter Maschinenkenntnissen versteht. So kann damit die Fähigkeit gemeint sein, eine Maschine zu bedienen. Alternativ kann damit auch die Expertise beschrieben sein, eine Maschine einrichten, programmieren oder aufbauen zu können.

Menschen mit Maschinenkenntnissen …

  • haben in jedem Fall Anwenderkenntnisse und wissen, wie die Maschine funktioniert.
  • haben vielleicht sogar Programmier- oder Einrichtungskenntnisse.
  • haben im günstigsten Fall Entwicklerkenntnisse.
  • wissen, welche Produktionsabläufe im Hintergrund ablaufen.

Eins wird schnell klar: Bewerber, die über Maschinenkenntnisse verfügen, sind für einen Betrieb wichtig, um das Tagesgeschäft aufrechtzuerhalten. Damit haben sie meist einen ähnlich hohen Stellenwert wie etwa technische Kenntnisse. Maschinenkenntnisse lassen sich meist nur im Praxistest unter Beweis stellen. Eine andere Option ist die Abfrage der Maschinenkenntnisse unter Zurhilfenahme eines Eignungs- und Auswahltests, den Sie selbst entwerfen können. Eben diese Arbeit müssen Sie sich aber nicht machen, denn: Wir haben diverse Frage-Bausteine aus denen Sie sich einfach die Passenden auswählen können.

Deswegen sind die Maschinenkenntnisse Ihrer Mitarbeiter für Ihr Unternehmen wichtig

Maschinenkenntnisse und technische Kenntnisse sind Fachkompetenzen, die meist eng miteinander verwoben sind. Beide sind nötig, um einen Fachbetrieb auf die Beine zu stellen, wirtschaftlich zu machen und letztlich Erfolg zu produzieren. Daher ist die Begründung, warum Maschinenkenntnisse bei Mitarbeitern wichtig sind, denkbar einfach: Sie sind die Lebensadern der Unternehmen, deren Produktion in erster Linie über Maschinen gesteuert wird.

Nachweis der Maschinenkenntnisse

In der Praxis zeigt sich meist ein einheitliches Methoden-Setting, um Kompetenzen nachzuweisen. Häufig werden Eignungstests oder Auswahlverfahren genutzt, die mit Hilfe einer Antwortskala beantwortet werden. Bei der Überprüfung der Maschinenkenntnisse haben Sie auch ganz andere Möglichkeiten. Da es sich um eine fachliche Kompetenz handelt, können Sie mithilfe eines mündlichen oder schriftlichen Tests überprüfen, wie es um die Maschinenkenntnisse Ihrer Bewerber bestellt ist. Da wir nicht wissen, welche Maschinen für Ihren Betrieb von Bedeutung sind, nennen wir Ihnen an dieser Stelle die Testoptionen, die Sie im Mündlichen und im Schriftlichen haben.

Überprüfung der Maschinenkenntnisse mithilfe eines mündlichen Testverfahrens

Überprüfung der Maschinenkenntnisse mithilfe eines schriftlichen Testverfahrens

  
Eine besonders beliebte Art, um Maschinenkenntnisse abzufragen, ist Bewerber eine Maschine oder eine Funktionsweise erklären zu lassen. Wer diese Hintergründe versteht, wird auch erfolgreich deren spätere Anwendung umsetzen können.Es gibt standardisierte Fragenkataloge, die Fragen rund ums technische Grundverständnis stellen. Dabei wird aber eher Technik- anstatt Maschinenwissen geprüft.
Ein maschinengestützter oder auch manuell betriebener Prozessablauf wird skizziert und dem Bewerber im mündlichen Testverfahren vorgelegt. Dann muss er herausfinden und erklären, ob der Prozess funktionieren kann und ggf. welche Schwachstellen eben dieser hat. Wer hier Auskunft geben kann, hat mehr als nur Anwenderkenntnisse, sondern beweist Entwicklerkenntnisse.Fragenkataloge mit Multiple-Choice-Fragen legen dabei den Fokus auf Technikfragen. Einzelne Bedienweisen für Maschinen theoretisch abzufragen, ist hier wenig zielführend.
Eine Alternative zum mündlichen Testverfahren könnte auch ein Praxistag im Betrieb sein. Dann findet der Maschinentest in der Praxis und direkt am Gerät statt.Auch im schriftlichen Einstellungstest-Verfahren sind praxisnahe Testvarianten möglich. So können Sie Ihre Bewerber dazu auffordern, eine Prozessskizze anzufertigen – die zuerst manuell und erst im zweiten Schritt von einer Maschine übernommen wird.

 

Daneben möchten wir Ihnen die Methode vorstellen, die heute in modernen, effizient arbeitenden Unternehmen genutzt wird: das Online-Testverfahren. Dabei greifen Sie auf stets aktuelle Prüfungsfragen aus unserem Fragen-Pool zurück. Diese Fragen, die Ihre Bewerber im geschützten Online-Bereich direkt beantworten, können sekundenschnell ausgewertet werden. Das heißt für Sie, dass die Konzeption, Durchführung und Auswertung gleichermaßen in professionelle Hände übergeben wird. Was Ihnen bleibt, ist die Aufgabe, mit den Ergebnissen dieses Einstellungsstests zu arbeiten und den Bewerber ausfindig zu machen, den Sie im Team brauchen.

Diese Fragen könnten im Einstellungstest rund ums Thema Maschinenkenntnisse zu beantworten sein:

Schätzen Sie sich mit Blick auf die folgenden Statements selbst ein.

  • 1 steht dabei für „trifft zu“.
  • 2 steht für „trifft eher zu“.
  • 3 steht für „teils-teils“.
  • 4 steht für „trifft eher nicht zu“.
  • 5 steht für „trifft nicht zu“.

Das Statement

Das bedeutet die Antwort

 
Während meinem Studium habe ich die Theorie gelernt, das Jahr als Trainee war nötig, um diese Kenntnisse in der Praxis anzuwenden.Da dieser Weg üblich ist, glaubt man diesem Bewerber gerne und attestiert ihm „grundlegende Praxiskenntnisse“.
 
Im Support-Team geht es darum, Anwenderprobleme zu lösen. Dafür war mein Duales Studium die beste Voraussetzung.Ein Duales Studium kombiniert Theorie und Praxis und ermöglicht so einen besseren Einstieg ins Berufsleben. Wer heute in einem Support-Team arbeiten möchte, brauchte definitiv Theorie- und Praxiskenntnisse.
 
Meine Maschinenkenntnisse beschränken sich aktuell auf Kenntnisse der Digitaldruckmaschinen. Wer als gelernter Drucker diese Aussage trifft, hat keine Chance in einer Zeitungsdruckerei. Dort wird nämlich im Rollendruckverfahren gedruckt.
 
Prozessskizzen technisch abzubilden, fällt mir leicht. Das anschließende Anwenderbriefing hingegen ist für mich schwer.Wer diese Aussage trifft, ist im Support-Team fehl am Platz. Wohl ist das Verständnis groß, aber es mangelt an Übersetzungsleistung.
 
Baumaschinen sind mir nicht fremd. Allerdings war ich lediglich für die kaputten Modelle zuständig.Hier spricht ein Landmaschinenmechaniker, aber kein professioneller Baggerfahrer.
 
Das Manövrieren fiel mir seit jeher leicht. Den Einfluss von Wind und Strömung darf man hierbei nicht außer Acht lassen.Wer dieses Statement im Rahmen einer nautischen Prüfung trifft, beweist, dass er gute Kenntnisse als Steuermann hat.
 
In der Lehrwerkstatt konnte ich meine theoretisch erworbenen Kenntnisse in der Praxis testen. Mein Resultat: Im Planen bin ich besser als in der Umsetzung.Auf den Punkt gebracht bedeutet das: Der Bewerber ist ein Konzeptionierer, aber kein Werkler. Das sollte bei der Stellenbesetzung bedacht werden.
 
Ich heuerte auf einer Ranch an. Dabei lernte ich viel über den Maschinenpark und dessen Benutzung.Hier stimmt ein Praktiker zu, der theoretisch gar keine Vorbildung der Landwirtschaft haben musste, um Maschinenkenntnisse zu erwerben.
 
Getrieben von der Neugierde, die mich bereits als kleiner Junge bewegte, wollte ich unbedingt lernen, welche Maschinen nötig sind, um eine Straße zu fertigen.Auch aus diesen Worten spricht ein Praktiker, der noch dazu eine ganz emotionale Motivation hat, um sich mit Maschinen auseinanderzusetzen.
 
Im Kunststoff- und Kautschukbereich verfüge ich über Anwenderkenntnisse, der Metallbereich erschließt sich mir nur theoretisch.Wer diese Aussage trifft, muss eine entsprechende Ausbildung genossen haben, bei der die Praxisphase sich auf Kunststoff und Kautschuk fokussiert hat. Vielleicht gab es (nur) in der Berufsschule auch Informationen zum Metallbereich.

Die Antworten auf diese Fragen können Sie als ersten Ansatzpunkt begreifen. Ein Praxistest kann und sollte unabhängig davon durchgeführt werden.

Das Gegenteil von Maschinenkenntnissen

Wer über keinerlei Maschinenkenntnisse verfügt, sollte auch nicht in der Branche arbeiten. Sich in das Metier einzuarbeiten, ist nämlich vergleichsweise aufwendig bzw. fachlich auch nicht zu stemmen. Damit gibt es auch kein klassisches Gegenteil von Maschinenkenntnissen, sondern eher die Tatsache, dass jemand über eben diese fachliche Kompetenz verfügt – oder eben nicht.

Diese Aspekte sind beim Blick auf Maschinenkenntnisse zu berücksichtigen

Wie bereits mehrfach angeklungen ist, gibt es mehrere Facetten von Maschinenkenntnissen. Es gibt das Wissen, wie die Maschine funktioniert und wie sie bedient wird, und es gibt das Wissen darüber, wie die Maschine aufgebaut wurde. Eine ein-eindeutige Definition von Maschinenkenntnissen gibt es nicht, daher kann nur im Gespräch, im Eignungstest oder im Praxistest herausgefunden werden, welche Art von Maschinenkenntnissen der Bewerber mitbringt.

Kann man Maschinenkenntnisse erwerben?

Im Grunde ist der Erwerb von Maschinenkenntnissen ebenso eine Ausbildung wie der Erwerb von Kenntnissen, um Maschinen zu kreieren. Damit können beiden Varianten von Maschinenkenntnissen grundsätzlich erworben (erlernt) werden – wenn das entsprechende Maß an Lernbereitschaft und Leistungsbereitschaft vorliegt. Was allerdings dazu nötig ist, ist ein grundlegendes technisches Verständnis einerseits sowie ein Verständnis für die Branche. Nur wer versteht, auf was es im Betrieb der Maschine ankommt, kann diese passgenau herstellen, einrichten und auch bedienen.

Die Auswirkung mangelhafter Maschinenkenntnisse für Ihr Unternehmen

In einem technisch ausgerichteten Betrieb brauchen Sie Mitarbeiter mit Maschinenkenntnissen, um die Produktion zu stemmen. Grundsätzlich gilt also: Fachkenntnisse in der Produktion (damit sind technische Kenntnisse und Maschinenkenntnisse gleichermaßen gemeint) und ein technisches Verständnis in der Verwaltung ist die beste Kombination, um einen technisch ausgerichteten Betrieb auf Erfolgskurs zu halten. Und so war es unser Anliegen Ihnen deutlich zu machen, dass Sie Mitarbeiter brauchen, die über fundierte Maschinenkenntnisse verfügen. Gerne unterstützen wir Sie nun dabei, mithilfe unserer Fragenkataloge herauszufinden, ob Ihre Bewerber über Maschinenkenntnisse verfügen.

 

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