Ganz sicher wissen Sie auch um die Tatsache, dass die Qualifikation eines Bewerbers aus dem Lebenslauf abgeleitet wird, wohingegen seine Persönlichkeit nur recht schwer an der Bewerbungsmappe abzulesen ist. Der Grund: Über personale Kompetenzen wie beispielsweise die Anpassungsfähigkeit, die in diesem Beitrag im Fokus stehen soll, gibt es nur selten Seminare und Schulungen, die als Zertifikat oder Seminarschein beigelegt werden können. Allerdings sind eben diese Kompetenzen auch entscheidend dafür, ob ein Bewerber der Richtige fürs Unternehmen ist. Gerade aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen ein Auswahlverfahren (z.B. Berufseignungstest oder Einstellungstest), um anpassungsfähige Bewerber erkennen zu können.

Anpassungsfähigkeit

Anpassungsfähigkeit

Zur Definition. Das bedeutet Anpassungsfähigkeit in der Praxis.

Anpassungsfähige Mitarbeiter laufen Gefahr, in die Schublade „Mitläufer“ gesteckt zu werden, denn: Anpassungsfähigkeit muss differenzierter betrachtet werden, um in der beruflichen Praxis verstanden zu werden.

Anpassungsfähige Menschen …

Deswegen ist Anpassungsfähigkeit als Kompetenz Ihrer Mitarbeiter für Ihr Unternehmen wichtig

In einem Unternehmen gibt es eine Vielzahl an Menschen, Hierarchien, Abteilungen, Aufgaben und Anforderungen. Wer hier steif und fest seinen „eigenen Stiefel“ fährt, ohne dabei nach links und rechts zu sehen, ist der gefürchtete „lonesome Rider“ im Betrieb. Anpassungsfähigkeit kennt diese Spezies nicht, obgleich sie doch das A und O ist, das zum Funktionieren eines Betriebs beiträgt. Anpassungsfähigkeit im Betrieb zu leben, heißt sich auf Anforderungen und Personen (in unterschiedlichen Hierarchieebenen) einzustellen und ihnen gegenüber mündig zu agieren. Anpassungsfähigkeit heißt allerdings nicht, dem Chef nach dem Mund zu reden oder gar die eigene Einstellung zu wechseln, wie das sprichwörtliche Fähnchen im Wind. Zudem muss man sich darüber bewusst sein, dass eine erhöhte Forderung nach Anpassungsfähigkeit auch Gefahren birgt – nämlich die der Überforderung.

Nachweis der Kompetenz Anpassungsfähigkeit

Stellen Sie Ihre Bewerber doch einfach auf die Probe, in dem sie zu den folgenden Statements ihre persönliche Einschätzung abgeben.

  • 1 steht dabei für „trifft zu“.
  • 2 steht für „trifft eher zu“.
  • 3 steht für „teils-teils“.
  • 4 steht für „trifft eher nicht zu“.
  • 5 steht für „trifft nicht zu“.

 

Das Statement

Das bedeutet die Antwort

 
Ihr Vorgesetzter wird krank. Sie müssen ein wichtiges Meeting übernehmen. Überlegt schreiten Sie zur Tat.Wer hier zustimmen kann, ist nicht nur anpassungsfähig, sondern auch sehr nervenstark und belastbar. Natürlich kommt dies nicht von ungefähr, sondern rührt meist daher, dass man sich bereits im Vorfeld sehr eingebracht hat.
 
Ich hasse Überraschungen im Joballtag.Wer dieser Aussage zustimmt, bei dem ist es um die Anpassungsfähigkeit nicht gut bestellt, denn diese würde flexibel auf die Herausforderungen des Alltags reagieren.
 
Wenn ein unverhoffter Anruf meinen Tag durchkreuzt, dann ist die restliche Planung meist sofort dahin.Auch hier gilt: Wer dieser Aussage zustimmt, ist keineswegs anpassungsfähig, denn auch hier fehlt es an der Flexibilität, auf ganz normale Vorkommnisse souverän zu reagieren.
 
Die Möglichkeit, aktiver Part im Changemanagement eines Betriebs zu sein, ist eine denkbarere Alternative, als in Unwissenheit zu verharren.Bei Zustimmung zu diesem Satz zeigt sich ein weiterer, interessanter Faktor, denn: Wer hier zustimmt, leidet sogar regelrecht darunter, wenn es keine Möglichkeit zur Anpassungsfähigkeit gibt.
 
Mit wachem Auge und Ideenreichtum treibe ich Visionen voran.Wer derart visionär und zukunftsbedacht agiert, wird kaum schwerere Probleme mit der Anpassungsfähigkeit haben.
 
Über die Zeit nach meiner Trainee-Ausbildung möchte ich noch gar nicht nachdenken.Wer so denkt, den beherrscht kein flexibles, anpassungsfähiges Gedankengut, sondern eigentlich vielmehr der Phlegmatismus.
 
Sie sind jung und ungebunden und erhalten die Möglichkeit, für ein Jahr im Ausland ein Projekt zu betreuen. Das ist genau Ihr Ding.Wer das ebenso sieht, der ist flexibel und hat keine Scheu vor Neuem. Und: Er weiß um seine Anpassungsfähigkeit in einem fremden Land.
 
Beim Gang in die Kantine wählen Sie stets Altbekanntes.Wer hier zustimmt, folgt dem sicheren (da bekannten) Weg. Ein Risiko wird dabei nicht eingegangen. Ebenso wenig erfordert dieser Weg Flexibilität.
 
Wenn die Produktionslinie steht und ich just-in-time eine Lösung finden muss, ist das eine gern gesehene Abwechslung zum Alltag.Wer hier zustimmt, ist der König der Anpassungsfähigkeit. Denn hier kommt noch die Komponente Zeitdruck on top.
 
Wenn ständig die Lieferanten wechseln, macht mich das wahnsinnig.Da der Wechsel von Lieferanten nichts Abnormales darstellt, sind Mitarbeiter, die hier zustimmen, nicht sehr anpassungsfähig.

 

Das Gegenteil von Anpassungsfähigkeit ist …

Eigenbrötler, Egoisten und diejenigen, die nicht die Fähigkeit haben, über den Tellerrand hinauszublicken, sind nicht anpassungsfähig. Daneben sind unflexibel, starr und unbeugsam häufig verwendete Worte, die das Gegenteil von Anpassungsfähigkeit ausdrücken. Auch begrenzt, unerfahren, stabil, konstant, unveränderlich, stetig, etabliert und einheitlich stehen als Signalworte dafür, dass es nicht gut um die Anpassungsfähigkeit eines Bewerbers bestellt ist.

Aspekte der Anpassungsfähigkeit

Bereits bei der Definition der Anpassungsfähigkeit wurden die einzelnen Ausprägungen sichtbar. Grundsätzlich ist die Herausforderung der Anpassungsfähigkeit, dass sie Schwäche und Tugend gleichermaßen sein kann. Wer anpassungsfähig ist, der kann sich gut auf neue Herausforderungen einstellen und begegnet neuen Aufgaben meist lächelnd und freudig. Allerdings muss die Anpassungsfähigkeit immer bedacht erfolgen. Das heißt: Nur wer eine Entscheidung am Verstand prüft, ist positiv anpassungsfähig. Wer indes blind wie ein Herdentier einem „Leittier“ hinterherrennt, der ist anpassungsfähig im negativen Sinn, denn er gilt als Mitläufer ohne eigenen Verstand.

Kann man “Anpassungsfähigkeit” erlernen?

Jein. Eine ein-eindeutige Antwort kann es hierauf aus einem einfachen Grund nicht geben, denn: Anpassungsfähigkeit ist eine persönliche Kompetenz und nicht etwa eine erlernbare Fertigkeit. Häufig kommt es auch vor, dass die Gabe „Anpassungsfähigkeit“ im Laufe des Lebens buchstäblich verschüttgeht. So können sie sie wieder aktivieren:

  • Wer aus Angst angepasst agiert, muss sich seinen Ängsten stellen.
  • Alte (positive) Erinnerungen helfen dabei, sich auf positive Wendepunkte im Leben zu besinnen.
  • Anpassungsfähigkeit heißt auch rational zu agieren. Gefühle sollte hier ausgeblendet werden.

Die Auswirkung mangelhafter Anpassungsfähigkeit für Ihr Unternehmen

Wer Mitarbeiter beschäftigt, die nur die verkümmerte Fähigkeit besitzen, sich anzupassen, dann ist Ärger vorprogrammiert, denn: Nur wer flexibel auf andere Menschen zugehen und auf Herausforderungen reagieren kann, ist anpassungsfähig, und kann im Unternehmensalltag bestehen. Wer Mitarbeiter beschäftigt, die stattdessen einfach nur stur und plump sind, macht es seinen Führungskräften ebenfalls entsprechend schwer, mit dem Team etwas zu erreichen, denn: Die Kraft muss dort investiert werden, wo unflexible Mitarbeiter zu Quertreibern werden. Überzeugt von unserer Fachqualifikation? Dann freuen wir uns darüber, mit Ihnen anpassungsfähige Mitarbeiter zu suchen.

Einstellungstest im Auswahlverfahren: Anpassungsfähigkeit

Test hier downloaden

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