Sie werden sicherlich mit uns übereinstimmen, dass es zwar einerseits vergleichsweise einfach ist, das Qualifikationsprofil eines Bewerbers mit Blick auf seinen Lebenslauf herauszufinden. Andererseits jedoch steht die Herausforderung, den Kompetenzbereich, der nicht mit Ziffernoten und Zertifikaten belegt werden kann, herauszufinden – und dabei geht es unter anderem um personale Kompetenzen. Tipp: Nutzen Sie die folgenden  Informationen zum Einsatz von Berufseignungs- und Einstellungstests, um zu erkennen, wie belastbar ein Bewerber ist.

Belastbarkeit

Belastbarkeit

Zur Definition. Das bedeutet Belastbarkeit in der Praxis.

Belastbare Mitarbeiter werden häufig gesucht. Doch was dahinter steckt, wissen nur wenige. Dabei gibt es eine Reihe von Erklärungen für das hochtrabende Wort „Belastbarkeit“.

Belastbare Menschen …

Deswegen ist Belastbarkeit als Kompetenz Ihrer Mitarbeiter für Ihr Unternehmen wichtig

Jeder Mitarbeiter ist Fluch und Segen zugleich. Ist er belastbar, übernimmt er die ihm gestellten Aufgaben und erledigt sie sorgfältig und bedächtig. Ist er nicht belastbar, kann sich das auf verschiedene Art und Weise äußern. Einbußen in Quantität und Qualität können ebenso die Folgen sein wie ein erhöhtes Krankheitsaufkommen des Mitarbeiters. Und jeder kranke Mitarbeiter bedeutet für das Unternehmen: Es fließt Geld, ohne dass eine Leistung dafür entgegengenommen wird. Vor diesem Hintergrund ist klar, wie wichtig Belastbarkeit als Kompetenz ist.

Nachweis der Kompetenz Belastbarkeit

Wie hoch die Belastbarkeit eines Mitarbeiters ist, zeigt sich meist erst im Berufsalltag, doch eben dieser Zeitpunkt ist natürlich viel zu spät. Alternativ können Sie mit einer Auswahl der folgenden Fragen den Interessenten für eine ausgeschriebene Stelle auf den Zahn fühlen.

  • 1 steht dabei für „trifft zu“.
  • 2 steht für „trifft eher zu“.
  • 3 steht für „teils-teils“.
  • 4 steht für „trifft eher nicht zu“.
  • 5 steht für „trifft nicht zu“.

Das Statement

Das bedeutet die Antwort

 
Wenn ich unter Druck stehe, laufe ich zur Höchstform auf.Wer diesem Statement zustimmen kann, ist belastbar.
 
Multitasking beschränkt sich bei mir auf drei Dinge. Kommt die vierte Aufgabe dazu, beginne ich zu schludern.Wer dieser Aussage zustimmt, ist nur in einem begrenzten Umfeld belastbar. Je nachdem ob eine Stelle mit viel oder wenig Eigenverantwortung ausgeschrieben wurde, muss dann entschieden werden, welches Maß nötig ist.
 
Meine Vision verfolge ich mit eisernem Blick, Motivation und Ausdauer.Was auf den ersten Blick bei Zustimmung gut klingen könnte, heißt aber auch, dass der Bewerber sehr stur ist und nicht nach links oder rechts blickt.
 
Ich kann es nicht leiden, während meiner Arbeit unterbrochen zu werden.Wer diesem Statement zustimmt, der leistet vermutlich gute Arbeit – aber nur, wenn etwaige Störfaktoren ausgeblendet werden. Das entspricht allerdings nur selten der Realität.
 
Ich mag es nicht, eine Arbeit abzubrechen, damit sie ein Zweiter vollendet.Dieses Statement ist durchaus ambivalent zu betrachten, denn: Einerseits verkraften belastbare Menschen Rückschläge, andererseits halten sie auch an ihren Zielen fest und versuchen diese zu verwirklichen.
 
Ich erledige Aufgaben stets gründlich.Die Tendenz ist positiv, allerdings ist noch nicht klar, wie strukturiert die Aufgaben unter Stress bewältigt werden.
 
Ich lasse mich leicht ablenken.Vermutlich ist die Belastbarkeit derer, die hier zustimmen hoch, denn: Sie flüchten regelmäßig in Ablenkung. Eine klare Zielorientierung gibt es nicht.
 
Ich verharre auch dann in einer Situation, wenn diese unangenehm ist – nur um die Aufgabe ordnungsgemäß zu erfüllen.Mitarbeiter, die hier zustimmen, sind äußerst belastbar. Zudem ist ihr Leidensdruck nicht sehr hoch.
 
Sobald was schief geht, möchte ich im Erdboden versinken.Fehler passieren. Wer dieser Aussage allerdings zustimmt, der kann mit Rückschlägen nur schlecht umgehen und ist entsprechend nicht belastbar.
 
Die Qualität muss passen. Die Quantität auch.Dieser Satz passt zu 100 Prozent zu einem belastbaren Bewerber, denn: Dieser hält die Qualität hoch – und würde dabei die Quantität nicht ignorieren.

 

Das Gegenteil von Belastbarkeit ist …

Denkt man an die physische Belastbarkeit, wäre wohl die Schwäche das Pendant. Im psychischen Bereich ist es da weitaus schwieriger, das Gegenteil von Belastbarkeit herauszufinden. Wer nicht psychisch belastbar ist, ist zart besaitet und nicht nervenstark. Labil wäre auch ein Ausdruck, der das Pendant bezeichnet. Ohne Ausdauer, ohne Kontrolle und ohne die Fähigkeit, strukturiert die Übersicht zu behalten, sind diejenigen, denen die Belastbarkeit fehlt.

Aspekte der Belastbarkeit

Grundsätzlich sollte man bei der Rede von Belastbarkeit stets in die psychische und in die physische Belastbarkeit unterscheiden. Physisch belastbar müssen Handwerker und manuell arbeitende Mitarbeiter sein, denn wer nichts Schweres heben kann, wäre auf dem Bau sicherlich fehl am Platz. Die psychische Belastbarkeit ist indes heutzutage fast in allen Berufsbereichen ein Thema, denn: Mit zunehmenden Anforderungen, steigt der Druck – und dann in allen Branchen. Während beispielsweise Erzieher Nerven wie Drahtseile brauchen, müssen Sachbearbeiter insofern belastbar sein, dass sie auch auf den größten Unmut des Kunden noch mit Souveränität reagieren.

Kann man “Belastbarkeit” erlernen?

Belastbarkeit ist keine Fertigkeit wie etwa das Bedienen einer CNC-Maschine, sondern ein Teil der Persönlichkeit eines Menschen – und darin liegt auch das Problem. Grundsätzlich nämlich lassen sich Fertigkeiten sehr wohl trainieren, die Persönlichkeit indes lässt sich nur schwer ändern. Wer dennoch seine Belastbarkeit positiv beeinflussen möchte, der muss Folgendes tun:

  • Herausfinden, was die Nerven stärkt und dies in Stresssituationen aktivieren.
  • Konzentrationsübungen absolvieren, die dabei helfen, den Fokus zu behalten.
  • Handwerkszeug erlernen, das dabei hilft, die Übersicht zu bewahren.

Die Auswirkung mangelhafter Belastbarkeit für Ihr Unternehmen

Wer Mitarbeiter beschäftigt, die wenig belastbar sind, hat eine tickende Zeitbombe im Betrieb. Die Gefahr ist groß, dass eben diese Mitarbeiter sehr sensibel auf etwaige Aufgaben reagieren, diese nicht ausführen können oder es falsch machen. Das bedeutet auch: Wer Mitarbeiter beschäftigt, die nicht belastbar sind, muss kompetente Führungskräfte haben, die um die „Labilität“ der Mitarbeiter wissen und sehr sensible Senioren dafür haben, wann ein Aufgabenbereich zu viel wird und der Schlendrian einzieht oder gar die Krankschreibung droht. Entscheiden Sie sich noch heute dafür, mit uns gemeinsam die Mitarbeiter zu finden, die in ihren Kompetenzen perfekt in Ihren Betrieb passen.

Einstellungstest im Auswahlverfahren: Belastbarkeit

Test hier downloaden

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