Wir sind uns einig: Disziplin ist privat und beruflich wichtig. Allerdings gibt ein kleines Problem, denn: Wie wollen sie Disziplin denn eigentlich an einem Bewerber erkennen? Richtig: Das funktioniert nicht auf den ersten Blick oder mit einem schnellen Blick auf den Lebenslauf, sondern nur, wenn Sie sich sehr gut mit der Disziplinfähigkeit als personale Kompetenz auskennen. In der Praxis werden Auswahlverfahren (via Berufseignungstest oder Einstellungstest) angewendet, um herauszufinden, wie es um die Disziplinfähigkeit einer Person bestellt ist. Und eben dazu haben wir Ihnen ein paar wichtige Informationen zusammengestellt.

Disziplinfähigkeit

Disziplinfähigkeit

Zur Definition. Das bedeutet Disziplinfähigkeit in der Praxis.

Bekannter als das Wort Disziplinfähigkeit ist der Begriff Selbstdisziplin. Und diese zeigt die Fähigkeit an, Handlungen, Gedanken und Gefühle selbst unter Kontrolle zu haben. Immer dann, wenn äußere Anlässe auf einen einwirken, ist Selbstdisziplin ein wichtiger Faktor. Prasseln Einflüsse auf einen ein, ohne ins eigene Wertekonzept zu gehören, kann das mitunter ganz schön schwierig werden, damit umzugehen. Doch Disziplin bedeutet noch etwas anderes, denn: Disziplin zu haben, sagt auch aus, dass man fähig ist, Regeln und Normen, die auferlegt wurden, einzuhalten.

Disziplinierte Menschen …

Deswegen ist Disziplinfähigkeit als Kompetenz Ihrer Mitarbeiter für Ihr Unternehmen wichtig

Wer fähig ist, auferlegte Disziplin umzusetzen und sich selbst zu disziplinieren, ist ein sehr wertiger Mitarbeiter. Allerdings gibt es einen recht mächtigen Gegenspieler der Disziplin – und das ist der Schweinehund. Gegen diesen kämpft vor allem die Selbstdisziplin regelmäßig massiv an und verhindert so, dass beispielsweise Diäten durchgezogen werden oder das vorgeschriebene Lernpensum trotz Badewetter zunächst gestemmt wird. Je nach Position im Betrieb ist es wichtiger, diszipliniert zu agieren und sich an die Regeln zu halten, die einem auferlegt werden, oder alternativ sich selbst stärker im Griff zu haben. Fakt ist: Ein Unternehmen mit Mitarbeitern ohne Disziplinfähigkeit wird nicht lange bestehen.

Nachweis der Kompetenz Disziplinfähigkeit

Geschichtliche Fakten können Sie abfragen, musikalische Fähigkeiten können Sie durch Vorsingen oder Vorspielen nachweisen – doch wie soll das nur mit der Disziplin eines Menschen funktionieren? Ganz einfach: Nutzen Sie unsere wohl durchdachten und professionell konzipierten Fragenkataloge, um den Grad der Disziplin Ihrer möglichen Mitarbeiter herauszufinden.

  • 1 steht dabei für „trifft zu“.
  • 2 steht für „trifft eher zu“.
  • 3 steht für „teils-teils“.
  • 4 steht für „trifft eher nicht zu“.
  • 5 steht für „trifft nicht zu“.

Das Statement

Das bedeutet die Antwort

 
Pläne sind dazu da, durchkreuzt zu werden.Wer diese Überzeugung hat, bei dem ist es nicht sehr gut um seine Disziplinfähigkeit bestellt, denn: Pläne sind dazu da, um eingehalten zu werden.
 
Wenn ich etwas angefangen habe, dann treibt mich mein innerer Wille solange, bis ich die Früchte des Erfolgs ernten kann.Hier wird ein Mitarbeiter zustimmen, der pflichtbewusst, zielstrebig und diszipliniert zugleich ist.
 
Regeln sind schön und gut. Doch ob sie in der Praxis durchführbar sind, steht auf einem anderen Blatt Papier.Natürlich ist nicht etwa stiller Gehorsam gewünscht, sondern ein wacher Umgang mit auferlegten Regeln. Allerdings ist es schwer, Mitarbeiter zu beschäftigen, die im Volksmund wohl als „Besserwisser“ bezeichnet werden oder grundsätzlich dagegen steuern.
 
Mein Ziel ist es, meinem Idol möglichst nahe zu kommen. Das versuche ich schon seit meiner Kindheit.Die Distanz zum Idol zeigt an, wie es um die Selbstdisziplin bestellt ist, denn: Wenn den Bewerber Lichtjahre vom Idol trennen, kann es um die Selbstdisziplin nicht so gut bestellt sein.
 
Wenn ich merke, dass ich ein Ziel nicht erreichen kann, drehe ich ab, bevor ich scheitere.Dieser Weg scheint sehr einfach, ist aber für einen Betrieb Gift, denn: Nicht jede Lösung gibt es gleich zur Aufgabenstellung gratis dazu. Und wer dieser Aussage zustimmt, dem mangelt es an Durchhaltevermögen.
 
Was ich mir in den Kopf gesetzt habe, schaffe ich auch.Diese Aussage zeigt an, dass es sich beim Bewerber um einen willensstarken Menschen handelt, der seine Ideen durchsetzt. Das funktioniert nur mit Selbstdisziplin.
 
Wenn ich mit einer neuen Aufgabe konfrontiert werde, prüfe ich erst, ob diese überhaupt machbar ist, bevor ich mich reinhänge.Wer dieser Aussage zustimmt, hinterlässt einen faden Beigeschmack, denn: Im Betrieb kann nicht immer alles rosig sein. Entsprechend sind Mitarbeiter, die alles auf dem Silbertablett serviert bekommen wollen, auch schwierig zu integrieren.
 
Ich arbeite hart für meine Träume. Aber ich weiß ja, auf was ich mich freuen darf.Wer so eine Aussage trifft, ist diszipliniert und zielstrebig – und vermutlich ein guter Mitarbeiter.
 
Viele hielten mich für verrückt, dass ich zwei Jahre lange gejobbt habe, bevor ich meine Ausbildung angetreten bin. Aber ich wusste auch: In jedem anderen Beruf wäre ich nicht glücklich geworden.Wer derart verbissen und auch ausdauernd an der Verwirklichung seiner Träume arbeitet, ist zwar wohl nicht der flexibelste Mitarbeiter, aber besticht durch eine starke Zielorientierung.
 
Ich akzeptiere die Gedanken anderer. Warum auch nicht. Erst wenn ich nachweislich bessere Ideen habe, würde ich diese vorbringen.Wer so überlegt und besonnen agiert, akzeptiert Denkweisen und damit verbundene Ansätze – und tritt diesen diszipliniert entgegen.

 

Das Gegenteil von Disziplinfähigkeit ist …

Wer von Disziplinlosigkeit gezeichnet ist, ist ein schwer zu ertragender Zeitgenosse. Als zügellos, stumpf, ignorant, unmäßig, enthemmt, verwöhnt und gedankenlos könnte man Menschen beschreiben, die einen eklatanten Mangel an Disziplin haben. Allerdings muss man auch neidlos anerkennen, dass auch die Unbeschwertheit ein Gegenspieler der Disziplin ist. Spontaneität und Erleichterung zeichnen diejenigen aus, die sich nicht zum starren Opfer der Disziplin machen.

Aspekte der Disziplinfähigkeit

Wie eingangs bereits angedeutet, hat Disziplin zweierlei Facetten: Es gibt einerseits den Umgang mit auferlegten Disziplinen, sprich wie geht ein Mitarbeiter mit dem Regelwerk um, mit dem er konfrontiert wird. Und es gibt eine zweite Facette der Disziplin: die Selbstdisziplin. Dieser Antagonist des inneren Schweinehundes ist wahrlich eine Tugend, denn selbstdiszipliniert zu agieren, braucht mächtig viel Kraft – viel mehr als „nur“ auferlegte Regeln zu befolgen.

Kann man “Disziplinfähigkeit” erlernen?

Disziplin – als Akzeptanz auferlegter Regeln – ist meist in der Kindheit verwurzelt. Wer hier dazu erzogen wurde, dass Regeln eingehalten werden müssen, kommt in aller Regel auch im Leben besser damit klar, sich an Regeln zu halten. Doch wie ist es um die Selbstdisziplin bestellt? Diese lässt sich trainieren, wie ein Muskel. Wichtig ist, sich beim Training realistische Ziele zu stecken. Wer den Wunsch hegt, ein paar Kilos abzuspecken, der sollte sich zunächst kleine Ziele setzen wie: Fünf Tage keine Süßigkeiten essen. Wer dies schafft, kann sich immer größere Ziele setzen. Mit Ausweitung der Zielsetzung verhält es sich dann wie mit der Auflage von mehr Gewichten beim Hanteltraining. Es steigert den Trainingserfolg.

Die Auswirkung mangelhafter Disziplinfähigkeit für Ihr Unternehmen

Wer nicht fähig ist, die ihm im Betrieb auferlegten Regeln zu befolgen, der ist für einen Betrieb untragbar. Das heißt, dass Disziplinlosigkeit heute das K.O.-Kriterium im Job ist. Ein Mangel an Selbstdisziplin muss indes nicht so eklatante Auswirkungen haben, denn: Nicht bei jedem Job braucht es verbissene, zielstrebige Menschen. Natürlich ist ein gewisses Maß an Selbstdisziplin wünschenswert, doch ist es längst nicht so dramatisch, wie wenn eine Ignoranz gegenüber Regeln sich breitmacht. Vor diesem Hintergrund haben wir Ihnen nun gezeigt, wie wichtig es ist, Ihre Bewerber mit unseren Testverfahren auf ihre Disziplinfähigkeit zu testen.

Einstellungstest im Auswahlverfahren: Disziplinfähigkeit

Test hier downloaden

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