Wenn Sie auch regelmäßig die Presse verfolgen, wissen Sie: Leistungsfähigkeit hat massiv an ihrem positiven Image eingebüßt. Fälle von Burnout und die verzweifelten Versuche, die eigene Leistung mit Dopingmitteln zu steigern, lassen viele Menschen vorsichtig mit der so hochgepriesenen Leistungsfähigkeit umgehen. So ist die Leistungsfähigkeit eines Mitarbeiters Fluch und Segen gleichermaßen. Wer leistungsfähig ist, ist für den Betrieb ein wahrer Gewinn. Wer aber nicht mit seiner Leistungsfähigkeit haushalten kann, kann auch zur tickenden Zeitbombe werden. Deswegen ist es ratsam mithilfe eines Berufseignungstests den Grad der Leistungsfähigkeit im Vorfeld zu bestimmen.

Leistungsfähigkeit

Leistungsfähigkeit

Zur Definition. Das bedeutet Leistungsfähigkeit in der Praxis.

Facharbeiter mit Leistungsfähigkeit sind (neutral betrachtet) fähig, die ihnen gestellten Aufgaben mit Bravour zu meistern. Zu Schulzeiten hätte man sie wohl als „Einserschüler“ tituliert. Leistungsfähigkeit zu haben, bedeutet Aufgaben erfolgreich zu erledigen. Grundsätzlich entsprechen leistungsfähige Mitarbeiter dem, was man von ihnen erwartet bzw. übertreffen die Erwartungen auch häufig. Ob leistungsfähige Mitarbeiter ein erhöhtes Maß an Eigeninitiative haben, liegt hier oft im Jobprofil begründet.

Menschen mit Leistungsfähigkeit …

Deswegen ist Leistungsfähigkeit als Kompetenz Ihrer Mitarbeiter für Ihr Unternehmen wichtig

Leistungsfähige Mitarbeiter sind sehr eigenständig in der Bearbeitung ihrer Aufgaben und im Management ihrer eigenen Fähigkeiten und Kräfte. Das heißt im Umkehrschluss auch, dass nur Mitarbeiter mit einer kranken Einstellung zur Leistungsfähigkeit auch in Gefahr schweben, an einem Burnout zu erkranken oder gar zu Dopingmitteln zu greifen. Die Herausforderung für einen Betrieb liegt nun darin, den gesunden Grad an Leistungsfähigkeit zu erhalten.

Nachweis der Kompetenz Leistungsfähigkeit

Bei den Bundesjugendspielen ist der Nachweis der Leistungsfähigkeit buchstäblich messbar – und zwar beim Hochsprung, Weitsprung, Sprint, Kugelstoßen oder Weitwurf. Bei der Persönlichkeit lässt sich die Leistungsfähigkeit weder vorführen noch klassifizieren. Allerdings helfen die folgenden Fragen dabei, diese Fähigkeit sichtbar zu machen.

  • 1 steht dabei für „trifft zu“.
  • 2 steht für „trifft eher zu“.
  • 3 steht für „teils-teils“.
  • 4 steht für „trifft eher nicht zu“.
  • 5 steht für „trifft nicht zu“.

Das Statement

Das bedeutet die Antwort

 
70 Stunden die Woche zu arbeiten, ist für mich ganz normal.Was so engagiert klingt, ist die falsche Einstellung, denn dieses Übermaß an Arbeit kann nur krank machen. Leistungsfähige Mitarbeiter wissen indes, sich ihre Aufgaben so einzuteilen, dass sie während der regulären Arbeitszeit zu erledigen sind.
 
Vormittags ist die Zeit für wichtige Meetings, nachmittags ist Zeit für E-Mails.Wer diesen Arbeitsplan pflegt, weiß um den wohl häufigsten Biorhythmus – nämlich, dass man morgens am leistungsstärksten ist.
 
Ich habe extra ein Power-Napping-Seminar belegt. Und obgleich viele gelacht haben, ist es meine Alternative zu Kaffee.Eine kurze Schlafpause von fünf bis 15 Minuten kann mit Blick auf die Leistungsfähigkeit eines Menschen wahre Wunder wirken. Andere schwören auf eine Runde an der frischen Luft.
 
Mittags bin ich der Erste in der Kantine. Erst wenn ich mein Drei-Gänge-Menü hinter mir habe, kann es richtig losgehen.Rein biologisch betrachtet ist diese Aussage sehr fragwürdig, denn wer sich mittags den Bauch vollschlägt, optimiert damit nicht etwa seine Leistungsfähigkeit – zumindest nicht kurzfristig. Langfristig betrachtet ist eine Mittagspause allerdings genau das, was dem Körper wieder Kraft gibt.
 
Ich habe gar keine Zeit für Pausen. Sonst sitze ich ja noch länger im Büro.Diese Einstellung ist grundverkehrt. Denn nur wer Pausen macht, kann seine Batterien wieder aufladen.
 
Im Büro bin ich das Mädchen für alles. Jeder kommt zu mir, da jeder weiß: Ich kann nicht nein sagen.Auch hinter dieser Aussage verbirgt sich eigentlich die traurige Wahrheit, dass es sich hierbei nicht um einen leistungsfähigen Menschen handelt, sondern um einen Kandidaten für das Burnout Syndrom.
 
Wenn ich merke, dass mein Kollege einer Aufgabe nicht gewachsen ist, dann stecken wir die Köpfe zusammen und lösen das Problem gemeinsam.Dieser Umgang kann eine sehr gute Möglichkeit sein, mit den auferlegten Aufgaben umzugehen. Allerdings darf sich diese Gutmütigkeit nicht dahin entwickeln, dass die Kollegen zur Unselbstständigkeit erzogen werden.
 
Morgens, wenn ich in den Betrieb komme, weiß ich erstmal gar nicht wo ich anfangen soll.Diese Form der Unstrukturiertheit ist Gift für einen produktiven Tag. Wer die wertvolle morgendliche Leistungsphase damit verbringt, sich einen Tagesanfang zu überlegen, ist nicht sonderlich produktiv.
 
Bei der Sache zu bleiben, ist für mich sehr schwer. Kein Wunder, schließlich läutet auch ständig das Telefon oder der E-Mail-Messenger.Die Digitalisierung macht es Fachkräften heute nicht gerade einfach. 24 Stunden erreichbar zu sein, ist der häufigste Grund, warum Fach- und Führungskräfte im Alltag scheitern.
 
Zugegeben, das erste „Nein“ meinem Chef gegenüber, war eine große Überwindung. Doch ich durfte ihm erklären, warum ich die neue Aufgabe ablehnen musste. Das half beiden Seiten.Diesen wachen und gesunden Umgang mit den eigenen Ressourcen haben nur die Wenigsten. Unternehmen sollten an dieser Stelle hellhörig werden, um langfristige Ausfälle zu verhindern.

 

Das Gegenteil von Leistungsfähigkeit ist …

Kraftlos, motivationslos, müde und ausgepowert sind wohl die Antonyme, die einem am ehesten als Gegenspieler zur nötigen Leistungsfähigkeit einfallen. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Mit Blick auf die Statements, die soeben gelistet wurden, können auch Unstrukturiertheit, Planlosigkeit und die mangelnde Kompetenz der Selbsteinschätzung mögliche Gegenspieler zur Leistungsfähigkeit sein.

Aspekte der Leistungsfähigkeit

Wille, Können und Reflexionsvermögen sind die Dimensionen, die die Leistungsfähigkeit ausmachen. Warum sei nun kurz erklärt:

  • Der Wille ist die grundsätzliche Motivation und Eigeninitiative, die einen Mitarbeiter zur Leistung anspornt. Dieser ist die Grundvoraussetzung, um Leistung erbringen zu können.
  • Das Können ist die Qualifikation des Mitarbeiters. Natürlich kann er nur im Rahmen seiner Fähigkeiten Leistung erbringen. Alternativ können gezielte Weiterbildungsmaßnahmen angesteuert werden.
  • Das Reflexionsvermögen ist der Punkt, der unterscheidet, ob die Leistungsfähigkeit gesund ist oder nicht. Denn nur, wer seine eigenen Leistungsgrenzen kennt und diese auch kommunizieren kann (Stichwort: „Nein“ sagen), kann erfolgreich leistungsfähig sein.

Kann man “Leistungsfähigkeit” erlernen?

Leistungsfähigkeit kann positiv beeinflusst werden. Sportoptionen, flexible Arbeitszeiten sowie Essensangebote im Betrieb wirken sich positiv auf die Leistungsfähigkeit eines Mitarbeiters aus. Damit können Unternehmen an den Strippen ziehen, die die Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter positiv beeinflussen. Wer sich als Mitarbeiter selbst an der Leistungs-Nase packen möchte, der kann diese Möglichkeiten für sich testen:

  • Strukturierung des Arbeitstags in Zeit-Blöcken. Um sich an diese Methode zu gewöhnen, empfehlen Experten, den Tag in Fünf-Minuten-Schritte zu teilen. Funktioniert das, wird aus vier Fünf-Minuten-Schritten eine 20-minütige, effektive Arbeitszeit.
  • Das Listen-System. Wer das Listen-System anwenden möchte, sollte beide Seiten aufgreifen: Die To-do-Liste (die den meisten bekannt sein dürfte) und die Not-to-do-Liste, die durchaus eine Herausforderung darstellt. Wer mit dieser Zweiteilung nicht klarkommt, kann eine weitere Liste für Ideen, Projekte und Notizen eröffnen. Auch das Führen eines Kalenders sowie eine transparente Ablage gehören zum Listen-System. Aber Achtung: Nur die Aufgaben, die länger als zwei Minuten brauchen, dürfen auf eine Liste gepinselt werden. Die Aufgaben, die schneller zu erledigen sind, werden einfach gleich abgearbeitet.

Die Auswirkung mangelhafter Leistungsfähigkeit für Ihr Unternehmen

Ihr Unternehmen produziert etwas oder bietet eine Leistung an. Damit das Produkt produziert werden kann oder die Dienstleistung angeboten werden kann, braucht es leistungsfähige Mitarbeiter. Auch sind diese nötig, um Kunden zu akquirieren und die erbrachten Leistungen abzurechnen. Fehlt es Ihnen an leistungsfähigen Mitarbeitern, fehlt es Ihnen auch an Erfolg für Ihr Unternehmen. Verhindern Sie das und setzen Sie auf ein standardisiertes Testverfahren.

Einstellungstest im Auswahlverfahren: Leistungsfähigkeit

Test hier downloaden

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