Werfen auch Sie das Stichwort „interkulturelle Kompetenz“ schnell in die soziale Branche? Dann möchten wir Ihnen mit diesem Beitrag zeigen, dass Sie mit dieser sozial-kommunikativen Kompetenz besser nicht zu leichtfertig umgehen. Interkulturelle Kompetenz bedeutet nämlich nicht etwa, sich für andere Kulturen sozial zu engagieren. Interkulturelle Kompetenz bedeutet sich zunächst einmal über kulturelle Unterschiede in Politik, Wirtschaft und Sozialem bewusst zu sein. Darüber hinaus versteckt sich hinter interkultureller Kompetenz auch die Fähigkeit, wertschätzend mit anderen Kulturen zu kommunizieren – und das können im Geschäftsleben sowohl internationale Geschäftspartner als auch Kunden sein. Mehr zur meist falsch verstandenen interkulturellen Kompetenz und, wie Sie diese im Rahmen eines Einstellungstests auf den Prüfstand stellen können, verraten wir Ihnen hier.

Interkulturelle Kompetenz

Interkulturelle Kompetenz

Zur Definition. Das bedeutet interkulturelle Kompetenz in der Praxis.

Interkulturelle Kompetenz bezeichnet die Fähigkeit, mit anderen Kulturen interagieren und kommunizieren zu können. Das impliziert einerseits gewisse sprachliche Fähigkeiten und andererseits auch ein gewisses Maß an Allgemeinbildung. Wer mit Geschäftspartnern und Kunden auf internationaler Ebene interagieren möchte, braucht auch einen gewissen Kenntnisstand über Politik, Sozialstruktur und Wirtschaft im Land.

Menschen mit interkultureller Kompetenz …

  • haben ein breites oder besser noch ein speziell auf diese Kultur zugeschnittenes Allgemeinwissen.
  • wissen um die unterschiedlichen Denkansätze kultureller Kreise.
  • fühlen sich im relevanten Kulturkreis auch im Denken und Handeln „zuhause“.
  • leben und fördern ein selbstverständliches Miteinander verschiedener Kulturen.
  • haben ein ausgeprägtes Einfühlungsvermögen.
  • sind konfliktfähig.

Deswegen ist die interkulturelle Kompetenz Ihrer Mitarbeiter für Ihr Unternehmen wichtig

Unternehmen, die international ausgerichtet sind, haben quasi ganz automatisch mit unterschiedlichen Kulturen zu tun – und brauchen folgerichtig interkulturelle Kompetenz im Mitarbeiterstamm. Damit in der Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern und Kunden nicht nur Interaktion abläuft, sondern auch eine langwährende Geschäftsbasis entstehen kann, braucht es allerdings mehr als nur Sprachkenntnisse. Wichtig ist ein Gefühl für Denkansätze und Einstellungen sowie ab und an ein Small-Talk-Thema. Fasst man all diese Punkte zusammen, versteht man auch, warum internationale Unternehmen zunehmend häufiger nach der interkulturellen Kompetenz fahnden, denn eben diese macht den Unterschied: Kommunizieren können all diejenigen, die die Sprache beherrschen, doch um miteinander zu arbeiten, braucht es auch ein Verständnis für die andere Kultur sowie Gesprächsthemen aus dem fremden Kulturkreis.

Nachweis von interkultureller Kompetenz

Vorsicht mit dem „Auslandsaufenthalt“, der nur allzu gerne darum bemüht wird, um interkulturelle Kompetenz nachzuweisen, denn hier gibt es zweierlei: Wer mindestens sechs Monate im Ausland war und dabei nicht etwas nur am Strand gelegen oder Touristen-Sightseeing betrieben hat, nur der hatte überhaupt die Chance, interkulturelle Kompetenzen zu erwerben.

Die größten Chancen, wirklich interkulturelle Luft schnuppern zu können, haben diejenigen, die während der Schul- oder Studienzeit ein Auslandsjahr/-semester eingelegt haben und dabei für einen begrenzten Zeitraum in eine andere Kultur eingetaucht sind. Sie haben dort gelebt, gegessen, geschlafen, gelernt und gearbeitet. Das ist keinesfalls mit einem zweiwöchigen Sprachurlaub zu vergleichen, bei dem der Vormittag in der Sprachschule verbracht wird und der Nachmittag unter den Klassenkameraden aus der Heimat.

Eine weitere Option, um die interkulturelle Kompetenz eines Bewerbers abzufragen, ist ihm grundsätzliche oder gar spezielle Fragen rund um das gewünschte Land zu stellen. Einige standardisierte Fragevarianten zu dieser Kompetenz und anderen halten wir in unserem Fragenpool vor. Möchten Sie darauf zugreifen, sprechen Sie uns an. Gerne stellen wir ihnen relevante Fragen für einen Online-Test bereit.

Mögliche Fragen könnten zum Beispiel so aussehen:

Schätzen Sie sich mit Blick auf die folgenden Statements selbst ein.

  • 1 steht dabei für „trifft zu“.
  • 2 steht für „trifft eher zu“.
  • 3 steht für „teils-teils“.
  • 4 steht für „trifft eher nicht zu“.
  • 5 steht für „trifft nicht zu“.

 

Das Statement

Das bedeutet die Antwort

 
Kommunikation bedeutet, die Sprache zu beherrschen.Wer eine derart eingeschränkte Wahrnehmung hat, wird kaum über interkulturelle Kompetenz verfügen.
 
Zu einem Auslandsaufenthalt gehört dazu, sich über die politische und die religiöse Situation im Land zu informieren. Grundsätzlich zeugt diese Aussage bereits davon, dass sich der ausländischen Kultur im Vorfeld theoretisch genähert wird. Um welche Art von Auslandsaufenthalt es sich dabei handelt, bleibt allerdings im Verborgenen.
 
Obwohl ich seit Jahren Kundenbetreuer für das Land XX bin, fühle ich mich dort fremd.   Wer dies zugibt, der kann sich nicht in die ausländische Kultur einfühlen und verfügt vermutlich nur über theoretisch geprägte interkulturelle Kompetenzen.
 
Mir ist es grundsätzlich wichtig, mein Gegenüber und die Hintergründe für sein Handeln zu verstehen. Ganz gleich, ob hier Bezug auf ein einheimisches oder ein fremdländisches Gegenüber genommen wird. Diese Aussage unterstreicht die Empathie des Bewerbers.
 
Ohne mein Auslandssemester in XXX käme ich heute bei Weitem nicht so gut mit den Ansprechpartnern dort klar.Das ist der gelebte Beweis, dass interkulturelle Kompetenz nicht hinter Büchern, sondern im Ausland erworben wird.
 
Um mögliche Konfliktpotentiale möglichst früh erkennen zu können, musste ich verstehen lernen, wie die Menschen in XX ticken.Auch diese Aussage erklärt ein Praxisbeispiel für den Erwerb interkultureller Kompetenz.
 
Die Tatsache, dass wir die Implementierung des neuen Systems weltweit geschafft haben, zeigt mir: Unsere Länderbetreuer verstehen ihren Job.Hier wird interkulturelle Kompetenz offensichtlich bereits gelebt – und zwar erfolgreich.
 
Ohne regelmäßige Gespräche mit und Besuche bei unseren internationalen Kunden würde ich sicherlich in so manches Fettnäpfchen tappen.Das wäre die Quintessenz von mangelnder interkultureller Kompetenz: aus Unwissenheit in Fettnäpfchen zu tappen.
 
Bei meinem ersten Besuch in China wollte ich meinen Ansprechpartner die Hand schütteln. Dieser wollte fast schon entrüstet das Meeting abbrechen.Obgleich viele Chinesen mittlerweile auf diese europäische Gepflogenheit gefasst sind, gilt doch in diesem Land: Körperkontakt ist so gut wie es geht zu vermeiden.
 
Ein Bierchen zum Abendessen!? Das wäre beim Business Meeting in den USA eine fatale Fehlentscheidung. Dieses Detailwissen (= ein Teil der interkulturellen Kompetenz) kann nur derjenige an den Tag legen, der bereits praktische Auslandserfahrungen dort gemacht hat.

 

Das Gegenteil von interkultureller Kompetenz

Wer keinerlei interkulturelle Kompetenz hat, der kann ein Kommunikationsprofi sein – aber eben nur auf nationaler Ebene. Kurz um: Das Gegenteil von interkultureller Kompetenz ist die Inkompetenz in diesem Bereich.

Diese Aspekte sind beim Blick auf die interkulturelle Kompetenz zu berücksichtigen

Interkulturelle Kompetenz hat immer zwei Seiten:

  1. Wer sich interkulturelle Kompetenz zuschreibt, muss fit in der gefragten Landessprache sein.
  2. Die zweite Seite der interkulturellen Kompetenz ist indes das Wissen um Politik, Sozialstruktur, Wirtschaft, Religion und Landeskunde.

Interkulturelle Kompetenz standardmäßig zu fordern, ist genauso nichtssagend wie zu behaupten, eben diese grundsätzlich zu haben, denn: Interkulturelle Kompetenz ist immer auch an ein bestimmtes Land bzw. eine bestimmte Nation gekoppelt.

Kann man interkulturelle Kompetenz erwerben?

Interkulturelle Kompetenz kann man im Rahmen eines Auslandsaufenthalts erwerben. Das heißt für all diejenigen, die das bereits während Schulzeit oder Studium gemacht haben, dass sie einen großen Vorteil haben. Doch auch als Young Professional ist es noch nicht zu spät, Auslandserfahrungen zu machen und damit interkulturelle Kompetenz zu erwerben. Wichtig ist dabei auch eine positive Grundveranlagung, sprich: eine positive Grundhaltung gegenüber fremdländischen Kulturen.

Die Auswirkung mangelhafter interkultureller Kompetenz für Ihr Unternehmen

Ein international tätiges Unternehmen muss zwingend auf Mitarbeiter mit interkultureller Kompetenz setzen, sonst haben sie keine Chance, (langfristig) internationale Erfolge zu verzeichnen. Vielleicht kommt es zu einer Zusammenarbeit, doch mit einem Mangel an interkultureller Kompetenz wird eben diese nicht von langer Dauer sein. Da wir davon ausgehen, dass Sie auch internationale Erfolge erzielen möchten, war es uns wichtig, Ihnen deutlich zu machen, welchen Stellenwert die interkulturelle Kompetenz hat. Gerne unterstützen wir Sie nun dabei, bei einem Online-Einstellungstest herauszufinden, ob Ihre Bewerber auf Geschäftspartner und Kunden im Ausland losgelassen werden könnten.

Einstellungstest im Auswahlverfahren: Interkulturelle Kompetenz

Test hier downloaden

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