Sie halten die Kompetenz „Kommunikationsfähigkeit“ für überbewertet und vermuten hinter einem kommunikationsfähigen Mitarbeiter Ineffizienz? Dann irren Sie sich gewaltig, denn Kommunikationsfähigkeit hat nichts damit zu tun, im Türrahmen des Büros oder am Kopierer stundenlang zu tratschen und die Arbeitszeit totzuschlagen. Kommunikationsfähigkeit bezeichnet die sozial-kommunikative Kompetenz, die es Menschen ermöglicht, wertschätzend und achtsam miteinander zu interagieren. Und an dieser Stelle wird auch das Folgeproblem deutlich: Ein Unternehmen braucht Mitarbeiter mit Kommunikationsfähigkeit, woran sie eben diese aber erkennen, ist weit weniger einleuchtend. Wie Sie dennoch Nachwuchskräfte mit Kommunikationsfähigkeit aus Ihrem Bewerberpool filtern können, soll Thema dieses Fachartikels sein.

Kommunikationsfähigkeit

Kommunikationsfähigkeit

Zur Definition. Das bedeutet Kommunikationsfähigkeit in der Praxis.

Die Kompetenz der Kommunikationsfähigkeit geht eng mit der Fähigkeit des verbalen Ausdrucksvermögens einher. Sprich: Wer über ein ausgeprägtes verbales Ausdrucksvermögen verfügt, bringt beste Voraussetzungen für eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit mit.

Menschen mit Kommunikationsfähigkeit …

  • können Kontakte knüpfen und Gespräche anstoßen.
  • sind fähig, ein Gespräch mit mehreren Teilnehmern zu führen.
  • haben die Kompetenz, schwierige Themen in Dialogen zu erörtern.
  • vermitteln den Gesprächspartnern Achtung und Wertschätzung.
  • haben ein Sprach-Repertoire, das sie zielgruppengerecht kommunizieren lässt.
  • können einfache Gedankengänge ebenso kommunizieren wie abstrakte.
  • wissen, wie und was in welcher Situation gesprochen werden kann und soll.
  • haben ein der Situation angepasstes Auftreten.

Deswegen ist die Kommunikationsfähigkeit Ihrer Mitarbeiter für Ihr Unternehmen wichtig

Kommunikation verbindet Menschen. Kommunikation verbindet Mitarbeiter. Kommunikation verbindet Hierarchien. Aus diesen drei Gründen ist eine gute Kommunikation im Betrieb auch so überaus wichtig, denn: Nur wenn Menschen miteinander kommunizieren, interagieren sie auch. Unter dem Punkt „Aspekte“ wird im Folgenden noch auf die verbale und die nonverbale Kommunikation eingegangen, wichtiger Nenner jeder Form von Kommunikation ist und bleibt aber die Interaktion. Ohne Interaktion gäbe es im Grunde keine Unternehmen, denn jedes Meeting ist offensichtlich getragen von der Kommunikationsfähigkeit der Teilnehmer. Und auch jedes erfolgreiche Kundengespräch fußt auf Kommunikationsfähigkeit. Kurz um: Kommunikationsfähigkeit ist die wohl grundlegendste und damit auch wichtigste Kompetenz von Menschen.

Nachweis von Kommunikationsfähigkeit

Was in der Praxis für die Kommunikationsfähigkeit eines Bewerbers spricht? Diese Attribute und Funktionen: Klassensprecher, Jahrgangssprecher, Vereinsvorstände aber auch Betriebsräte müssen über ausgeprägte Kommunikationsfähigkeiten verfügen. Das ist noch vergleichsweise offensichtlich. Zwar hat jedes Vereinsmitglied vermutlich kommunikative Fähigkeiten, allerdings sind nicht alle dazu geboren, um im Rampenlicht zu stehen.

Wie es um die Kommunikationsfähigkeit eines Bewerbers bestellt ist, erfahren Sie in einigen Praxistests, die in der Regel im Assessment-Center durchgeführt werden und auch mit dieser standardisierten (zeitsparenden) Variante: dem Online-Einstellungstest. Diesen müssen Sie sich nicht selbst ausdenken, diesen bieten wir Ihnen an. Greifen Sie auf unser Angebot zurück, erhalten einen Zugang zum Fragenpool rund ums Thema sozial-kommunikative Kompetenz. Optional können Sie entscheiden, ob wir das komplette Eignungstest-Einstellungstest-Online-Testverfahren für Sie abwickeln sollen.

Mögliche Fragen könnten zum Beispiel so aussehen:

Schätzen Sie sich mit Blick auf die folgenden Statements selbst ein.

  • 1 steht dabei für „trifft zu“.
  • 2 steht für „trifft eher zu“.
  • 3 steht für „teils-teils“.
  • 4 steht für „trifft eher nicht zu“.
  • 5 steht für „trifft nicht zu“.

 

Das Statement

Das bedeutet die Antwort

 
Wenn ich auf eine Tagung fahre, achte ich sehr darauf, dass direkte (bekannte) Kollegen dabei sind.Wer dies zugibt, könnte Probleme dabei haben, mit fremden Gesprächspartnern ein Thema zu finden.
 
Am liebsten konzentriere ich mich auf einen Ansprechpartner. Dass dies einfacher ist, als mit mehren Gesprächspartnern zu kommunizieren, liegt auf der Hand. Allerdings können kommunikative Mitarbeiter auch im Kreis mehrerer interagieren.
 
Wenn ein Thema zu komplex wird, ziehe ich mich zurück und bereite dies für mich selbst auf.  Achtung: Ein Mitarbeiter mit ausgeprägter Kommunikationsfähigkeit würde es vorziehen, ein Problem im Dialog zu lösen.
 
Mit den Jugendlichen im Verein komme ich gut klar, aber um Zuschussanträge vor dem Gemeinderat  vorzustellen, bin ich der Falsche.Hier zeigt sich eine eingeschränkte Kommunikationsfähigkeit. Professionell wäre, beide Zielgruppen bedienen zu können.
 
Wer die besseren Argumente hat, muss diese auch deutlich hervorbringen.Wenn diese Aussage darauf abzielt, sich – komme was wolle – Gehör zu verschaffen, zeugt das nicht von einer professionellen Form der Kommunikationsfähigkeit.
 
Natürlich kann ich im Team-Meeting etwas familiärer auftreten, als in der Vorstandsitzung.Dieser Mitarbeiter besitzt die Fähigkeit, situationsbedingt zu interagieren.
 
Ich bin ein guter Redner in Präsentationen, fürs Mitarbeitergespräch ist ein Kollege der Personalabteilung besser geeignet.Hier zeigt sich in erster Linie Präsentationsfähigkeit, aber weniger die Kompetenz, im Dialog zu interagieren.
 
Die Nummer eines Fremden zu wählen, ist einfach. Mit einer Menge fremder Personen ein Meeting zu besuchen, ist indes eine Herausforderung.Hier zeigt sich ein weiterer Aspekt der Kommunikationsfähigkeit: Am Telefon scheint die Interaktion kein Problem zu sein, im Meeting indes schon.
 
Auf dem Gang zu grüßen, gebietet der Anstand.Hier zeigt sich: Auch wenn nur wenig gesprochen wird, ist der Mensch, der diese Aussage trifft, dennoch kommunikationsfähig.
 
Eine effektive Kommunikation folgt gesetzten Regeln.Das ist inhaltlich korrekt. Wer dieser Aussage zustimmt, im Gang aber nicht grüßen würde, kennt nur die Theorie, lebt aber die Praxis nicht.

 

Das Gegenteil von Kommunikationsfähigkeit

Unterm Strich und im schlimmsten Fall sind diejenigen, die nicht kommunizieren können, die introvertierten Eigenbrödler, die „Nerds“. Wer auf keinerlei Art und Weise in Kommunikation tritt, wird in der Folge wohl ziemlich einsam werden. Worte, die das Gegenteil ausdrücken, sind beispielsweise: unkommunikativ, introvertiert, ablehnend, mufflig und launisch.

Diese Aspekte sind beim Blick auf die Kommunikationsfähigkeit zu berücksichtigen

Spannenderweise ist Kommunikation allgegenwärtig – und zwar auf verbaler und auf nonverbaler Ebene. Betrachtet man die verbale Ebene, so zeugt bereits der Morgengruß von Kommunikationsfähigkeit. Derjenige, der stattdessen stur zu Boden blickt, gilt indes nicht als kommunikationsfähig. Die nonverbale Kommunikation wird im Gegensatz dazu dem Verhalten eines Menschen zugerechnet, sprich: Wer einem die Tür aufhält, ohne dabei ein Wort zu sprechen, der kommuniziert auch – aber eben nonverbal.

Kann man Kommunikationsfähigkeit erwerben?

Es gibt durchaus Kommunikationsseminare, die häufig der Vermittlung rhetorischer Fähigkeiten dienen. Allerdings kann man Kommunikationsfähigkeit nur in Ansätzen wirklich erlernen. Im Grunde ist es eine „Typsache“, schließlich gibt es introvertierte und auch extrovertierte Menschen, die lieber oder eben weniger gern in Interaktion mit anderen treten. Die klassischen Basics einer erfolgreichen Kommunikation (z.B. das Achten auf Sender und Empfänger) können erlernt werden. Der grundsätzliche Wille zum Kommunizieren ist hingegen in der Persönlichkeit verhaftet. Nonverbale Kommunikation wird in weiten Teilen dem Verhalten zugeschrieben. Sprich: Wer nonverbale Kommunikation beherrschen will, muss den Knigge studieren.

Die Auswirkung mangelhafter Kommunikationsfähigkeit für Ihr Unternehmen

Unterm Strich und ganz plastisch ausgedrückt, gäbe es ohne ein gewisses Maß an Kommunikationsfähigkeit keine Interaktion im Betrieb. Und das wiederum bedeutet Stillschweigen auf allen Ebenen: Kein „Guten Morgen“ im Großraumbüro, kein Dialog im Meeting, kein Wort im Brainstorming, keine Fragen des Chefs, keine Antworten, kein Kundengespräch. Dass ein Betrieb so nicht funktionieren kann, ist klar. Damit muss das Fazit auch heißen, dass verbale Kommunikation die Grundlage in jedem Betrieb ist. Die nonverbale Kommunikation ist hingegen das, was das Betriebsklima gut oder schlecht werden lässt: Werden Türen aufgehalten, Mitarbeiter jeder Hierarchie ordentlich gegrüßt und kleine Aufmerksamkeiten ausgetauscht, dann wirkt sich das positiv auf das Betriebsklima aus. Und an eben diesem Punkt entscheiden sich neue Mitarbeiter für oder gegen ein Unternehmen. Sie verstehen nun, wie wichtig die Ausprägung der sozial-kommunikativen Kompetenz „Kommunikationsfähigkeit“ ist. Gerne zeigen wir Ihnen, wie Sie so Mitarbeiter mit Kommunikationsfähigkeit finden.

Einstellungstest im Auswahlverfahren: Kommunikationsfähigkeit

Test hier downloaden

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