Toleranz ist für Sie nur ein Deckmantel hinter dem sich jene verstecken, die alles erdulden, um jedem Konflikt aus dem Weg zu gehen? Das ist ein großer Irrtum. Toleranz heißt nicht alles zu erdulden, sondern zu akzeptieren, dass es nicht nur eine Sorte Menschen und nicht nur eine Meinung zu einem Thema gibt. Es heißt auch, nicht alles gutzuheißen. Toleranz hilft dabei, das Potenzial der Verschiedenartigkeit zu nutzen. Gerade in Unternehmen existieren mannigfaltige Unterschiede und auch Gemeinsamkeiten, was Geschlecht, Hautfarbe, ethnische Zugehörigkeit, Familienstand, Auftreten, Berufserfahrung, physische Fähigkeiten, Religion, sexuelle Orientierung, Freizeitverhalten oder Gewohnheiten anbelangt. Die Liste lässt sich noch verlängern. Wie Sie tolerante Bewerber schon im Bewerbungsverfahren erkennen können, zeigt der nachfolgende Beitrag.

Toleranz

Toleranz

Zur Definition. Das bedeutet Toleranz in der Praxis.

In der Praxis bedeutet Toleranz, dass alle Mitarbeiter in Ihrem Unternehme integriert sind, dass es keine Außenseiter aufgrund der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Personengruppe gibt. Es bedeutet auch, dass alle vorurteilsfrei miteinander umgehen und sich gegenseitig wertschätzen.

Menschen mit Toleranz …

  • können die Meinung anderer akzeptieren.
  • sind in der Lage vorurteilslos mit anderen zusammenzuarbeiten.
  • bringen jedem Achtung und Wertschätzung entgegen, unabhängig von seiner Hautfarbe, seinem Geschlecht, seiner Religion oder Ähnlichem.
  • haben die Kompetenz, jedem in einem Team eine Chance zu geben.

Deswegen ist die Toleranz Ihrer Mitarbeiter für Ihr Unternehmen wichtig

Konformitätsschranken können in Unternehmen negative Auswirkungen haben. Durch mehr Toleranz werden diese Konformitätsschranken abgebaut. Es entstehen mehr Innovationskraft und Kreativität, wodurch einfallsreiche und tragfähige Problemlösungen leichter erarbeitet werden können. Toleranz verhindert die Ausgrenzung bestimmter Personengruppen und hilft, dass auch Randgruppen motiviert in Ihrem Unternehmen mitarbeiten. So können alle vorhandenen Ressourcen genutzt werden, was letztendlich das Unternehmen nicht nur für Bewerber attraktiv macht. Toleranz kann einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg Ihres Unternehmens leisten.

Nachweis von Toleranz

Wer bereits in einem international agierenden Unternehmen gearbeitet hat oder aufgrund von Auslandsaufenthalten bereits andere Kulturen intensiver kennenlernen durfte, hat meist aufgrund seiner Erfahrungen weniger Berührungsängste und damit auch mehr Toleranz anderen gegenüber. Auch die erfolgreiche Arbeit in multikulturellen Teams zeigt, dass ein Bewerber weitgehend vorurteilsfrei an seine Arbeit herangeht. Bewerber, die von sich behaupten, tolerant zu sein, können Sie mit einfachen Fragen in Online-Einstellungstest-Verfahren herausfinden.

Mögliche Fragen könnten zum Beispiel so aussehen:

Schätzen Sie sich mit Blick auf die folgenden Statements selbst ein.

  • 1 steht dabei für „trifft zu“.
  • 2 steht für „trifft eher zu“.
  • 3 steht für „teils-teils“.
  • 4 steht für „trifft eher nicht zu“.
  • 5 steht für „trifft nicht zu“.

 

Das Statement

Das bedeutet die Antwort

 
In Diskussionen höre ich mir gerne die Meinung anderer an, damit kann ich meinen Horizont erweitern.Tolerante Menschen können sich ohne Vorbehalte die Meinung anderer anhören.
 
Bei Entscheidungen ist mir die Meinung anderer nicht wichtig. Ich bleibe dabei rigoros und konsequent.Wer partout nicht in der Lage ist, die Meinung anderer in seine Entscheidungsprozesse einfließen zu lassen, ist sehr voreingenommen.
 
Auch wenn ich nicht immer einer Meinung mit meinen Kollegen bin, so lässt sich doch meist ein gemeinsamer Nenner finden, um zusammenzuarbeiten.Tolerante Mitarbeiter können auch mit Kollegen, die andersartig sind, gut zusammenarbeiten.
 
Als die neue Mitarbeiterin mit Kopftuch auf der Arbeit erschien, hat mich das schon sehr befremdet.Religionsfreiheit ist eines der Grundrechte. Ein bisschen mehr Toleranz lässt Energie frei werden für andere Aufgaben.
 
Wenn meine russischen Kollegen sich in ihrer Muttersprache unterhalten, habe ich immer das Gefühl, sie lästern über uns.Vorurteile vergiften das Betriebsklima.
 
Mein Motto lautet: Leben und leben lassen. Genau darum geht es bei Toleranz.
 
Ich habe grundsätzlich nichts gegen Muslime, möchte aber nicht unbedingt mit einem zusammenarbeiten.Auf den ersten Blick tolerant, im persönlichen Bereich dann allerdings doch eher engstirnig.
 
Die Vorgehensweise war immer so, daran sollte sich auch nichts ändern.Tolerante Menschen sind offen für Neuerungen, intolerante Menschen beharren auf dem Gewohnten.
 
Es gibt nicht nur schwarz und weiß, das Leben ist viel vielfältiger und zeigt viele Graustufen.Für engstirnige Menschen gibt es meist nur richtig oder falsch, schwarz oder weiß. Die Zwischentöne wollen sie nicht sehen.
 
Wenn ich etwas total ablehne, versuche ich herauszufinden, warum das so ist. Dabei habe ich festgestellt, dass es meist nur Angst vor dem Unbekannten ist.Wer selbstbewusst versucht, seine Ansichten zu hinterfragen, hat keine Schwierigkeiten, Andersartigkeit zu akzeptieren.

 

Das Gegenteil von Toleranz

Die Haltung, Meinungen oder Lebensweisen anderer nicht gelten zu lassen, weil sie andersartig sind, heißt Intoleranz. Andere Worte für intolerant sind auch unduldsam, borniert, engstirnig, dogmatisch, stur, unverträglich oder halsstarrig.

Diese Aspekte sind beim Blick auf die Toleranz zu berücksichtigen

Toleranz ist die Grundlage für eine konstruktive Zusammenarbeit und beeinflusst das Kostenmanagement positiv, denn letztendlich reduziert Toleranz Fehlzeiten, Kündigungen und Fluktuation – alles Faktoren, die ein Unternehmen viel Geld kosten können. Auch gegenüber Kunden und Geschäftspartnern ist Toleranz ein wichtiges Thema, denn nur wer auf die verschiedenen Kundenbedürfnisse eingehen kann und seine vielfältige Kundenstruktur akzeptiert, kann langfristig am Markt erfolgreich sein.

Kann man Toleranz erwerben?

Toleranz lässt sich erlernen. Durch das Hinterfragen der Beweggründe, warum jemand gegenüber Andersartigen mit Ablehnung reagiert, ist ein erster wichtiger Schritt getan. Oft ist es die Angst vor dem Andersartigen, die zu intolerantem Verhalten führt. Da hilft es, sich mit den Unterschieden auseinanderzusetzen, mit der anderen Kultur, der anderen Religion oder der Homosexualität. Dabei kommen oft viele Gemeinsamkeiten zutage und nichts, wovor man Angst haben muss. Schritt für Schritt kann so jeder etwas dafür tun, Vorurteile abzubauen und mehr Toleranz entstehen zu lassen. Entsprechende Seminare beispielsweise zu interkulturellen Themen können dabei eine wertvolle Hilfe sein.

Die Auswirkung mangelhafter Toleranz für Ihr Unternehmen

Wer am Arbeitsplatz mit intoleranten Kollegen konfrontiert ist und auch schon Diskriminierung erfahren hat, wird zu einer Taktik greifen, um sich zu schützen. Diese Taktik besteht darin, nicht über das Thema zu sprechen, das die Intoleranz auslöst. Der oder die Homosexuelle wird nicht erzählen, was er oder sie am Wochenende gemacht hat, wo oder mit wem er oder sie im Urlaub war. Es entsteht Anpassungsdruck, der Kraft und Konzentration kostet. Beides kann bei der Arbeit produktiver eingesetzt werden. Fehlende Wertschätzung gegenüber einzelnen oder bestimmten Personengruppen, die anders sind, führt langfristig zu Arbeitsunzufriedenheit und sinkender Motivation. Aus diesen Gründen ist es wichtig, schon bei der Einstellung klar und deutlich zu kommunizieren, dass Toleranz gegenüber anderen ein Bestandteil der gelebten Unternehmensphilosophie ist. Da einige Bewerber nicht immer ehrlich sind, helfen wir Ihnen gerne dabei, mit dem von uns erstellten Online-Fragenpool herauszufinden, wie tolerant Ihre Bewerber sind.

Einstellungstest im Auswahlverfahren: Toleranz

Test hier downloaden

Anfragen