Sicherlich wissen auch Sie: Die Generation Z wirbelt die Welt gehörig durcheinander. Eine Unmenge an Einflüssen prasselt auf sie ein – von den individualistisch geprägten Eltern, den Babyboomer-Großeltern und den Erfolgen und Misserfolgen ihrer Vorgänger. Im folgenden Beitrag soll der Fokus auf die Generation Z als Mitarbeiter gelegt werden, was sie ausmacht und mit welchen Kompetenzen sie sich in Ihr Unternehmen einbringen können. Diese Studie diente dabei als Ausgangspunkt.

So präsentiert sich die Generation Z heute

Um zu verstehen, wer hier im Fokus stehen wird, muss zunächst einmal datiert werden, wer die viel beschriebene Generation Z eigentlich ist: Das sind all diejenigen, die nach 1998 geboren wurden. Woran man sie erkennt? Am Smartphone in den Händen, denn dieses technische Gerät vereint bereits seit 2002 zahlreiche Funktionen und hat spätestens ab 2007 ein neues Zeitalter eingeläutet. Und so wird auch verständlich, warum die Generation Z auch als die Generation der „Digital Natives“ beschrieben wird – derer, die buchstäblich bereits von Kindesbeinen an auf Displays gewischt haben, anstatt auf einer Tastatur zu tippen.

Natürlich gibt es keinen rigorosen Cut zwischen der Generation Y und Z, vielmehr ist ein schleichender Prozess zu beobachten. Die großen Themen wie etwa Digitalisierung und Soziale Netzwerke waren bereits in der Generation Y präsent und wurden für die Generation Z noch einmal deutlich revolutioniert. Rein emotional betrachtet kann die Generation Z als sehr abgeklärt bezeichnet werden. Wie sich das vor allem im Arbeitsumfeld auswirken kann, soll nun erläutert werden.

Nachschlagewerk der Generationen

Um für mehr Transparenz zu sorgen, soll kurz erläutert werden, welche Jahrgänge gemeint sind, wenn von den Generationen X, Y und Z die Rede ist.

  • Die Generation Z wurde 1998 oder später Sie werden auch „Digital Natives“ bezeichnet.
  • Die Generation Y wurde zwischen 1977 und 1998 In der Wissenschaft werden sie auch als „Millennials“ geführt.
  • Die Generation X wurden zwischen 1965 und 1976
  • Diejenigen, die zwischen 1946 und 1964 geboren wurden, werden als die „Babyboomer-Generation“ bezeichnet.
  • Diejenigen, die zwischen 1933 und 1945 das Licht der Welt erblickten, werden in der Wissenschaft als „Matures“ bezeichnet.

Studie zur Generation Z hilft bei der Charakterisierung dieser „Jahrgänge“

Hilfreich für jeden Personalverantwortlichen ist es zu wissen, welchen Background die Generation Z hat, und wie sie in punkto Erziehung, Ausbildung und Co. einzuordnen ist. Die folgende Tabelle zeigt, wie das Selbstverständnis der Generation Z einzustufen ist:

Einstellung gegenüber der Gesellschaft
  • Nach wie vor gibt es die Gruppe der Weltverbesserer und die der politisch Aktiven, jedoch überholen die Realisten der Generation Z die Optimisten der Generation Y.
  • Trotz kollektivem Bewusstsein, setzten sie auf Individualität.
  • Viele machen sich Sorgen um die Umwelt, doch nur wenige verändern auch ihr eigenes Verhalten.
  • Zuversicht, Pragmatismus und eine Rückbesinnung auf konservative Werte zeichnen die Generation aus.
Einstellung zur Arbeit
  • Auch hier zeigen sich Sorgenfalten auf den Gesichtern der Generation Z, wenn sie an die Wirtschaft denken.
  • Das Interesse am Job wandelt sich – statt materiellem Wohlstand ist es vielen wichtig, eine sinnstiftende Arbeit zu haben. Da die Arbeitszeit als Lebenszeit begriffen wird, ist die Bereitschaft für Überstunden gering.
  • Die Generation Z ist gründungswillig, setzt auf Netzwerken als Erfolgsindikator und hat das Ziel, das Hobby zum Beruf zu machen. Selbstbewusstsein und große Ziele sind typisch für die Generation Z.
Einstellung zur eigenen Gesundheit
  • Die Generation Z ist weniger sportlich aktiv und beschränkt das aktive Spiel auf die Welt des Gamings.
  • Trotz oder wegen zunehmender Fettleibigkeit wird gesundes Essen immer wichtiger. Biolebensmittel sind zwar beliebt, aber häufig schrecken die hohen Kosten.
Einstellung zur Konsumwelt
  • Die Generation Z lebt reduziert – und dabei hilft das All-in-one-Gerät „Smartphone“.
  • Nachhaltigkeit, Bio und Fair Trade sind beliebte Sigel, allerdings krankt es häufig an den Kosten.
  • Wichtig ist die Verfügbarkeit und nicht etwa der Aspekt, das Neueste zu besitzen.
Erziehung und Ausbildung
  • Das rassistische Gedankengut wird geringer, stattdessen herrscht die multi-ethnische Denkweise vor.
  • Die Gier nach Wissen und Bildung ist groß. Häufig wird die Weiterbildung selbst initiiert.
  • Die Rolle von Lehrern und Eltern verliert an Bedeutung.
  • Mehr Nachgiebigkeit in der Erziehung als noch bei der Generation Y zeichnen die Generation Z aus.
  • Mehrgenerationen-Haushalte kommen häufiger vor.
  • Traditionelle Rollen werden hinterfragt.
Medienverhalten und die Folgen
  • 89 Prozent der Generation hat ein Smartphone. Dieses wird ab 13 Jahren zum Must-have.
  • Am Beliebtesten ist bei der Gruppe der Sechs- bis 13-Jährigen das Fernsehen, gefolgt von Musikhören und Gaming.
  • Beim Medienkonsum dominiert der PC (2,7 Stunden täglich) vor Mobilgeräten (2,3 Stunden täglich) und Fernseher (1,7 Stunden täglich).
  • In den Haushalten, in denen die Generation Z lebt, stehen unterschiedliche Mediengeräte zur Verfügung, die häufig gleichzeitig genutzt werden.
  • Die Folgen: Die Aufmerksamkeitsspanne wird kürzer, das Orientierungsvermögen schwindet. Ungeduld auf der einen Seite und eine stark kommunizierte Meinung auf der anderen Seite sind die Folgen.

 

Fazit der Studie zur Generation Z im Unternehmen

Ein Generationenmix im Betrieb bietet große Vorteile für Mitarbeiter und Unternehmen, denn in der Arbeit treffen so mehrere Grundkompetenzen aufeinander. Die Generation Z hat dabei mit Sicherheit das ambitionierteste Ziel, denn ihnen geht es nicht nur darum, Geld zu verdienen, sondern auch darum, etwas Sinnvolles zu tun. Um die Kompetenzen Informationsverarbeitung und Belastbarkeit ist es bei der Generation Z gut bestellt. Allerdings ist das große Vertrauen in Technik und die ambitionierte Vorgehensweise häufig auch eine Herausforderung für Unternehmen.

Fazit: Wer als Betrieb den Sprung schafft, die ambitionierte Generation Z in den Betrieb zu integrieren, der schafft sich einen großen Vorteil im Markt. Sprechen Sie uns an und wir suchen gemeinsam nach den Kompetenzen, die Sie dafür im Unternehmen brauchen.

Fazit der Studie zur Generation Z zum Thema Recruiting

Unternehmen müssen sich gehörig etwas einfallen lassen, um die Generation Z für die Mitarbeit im Betrieb zu gewinnen. Wichtig ist,

  • was das Netzwerk über den Arbeitgeber sagt,
  • wie das Arbeitsklima ist,
  • wie gut die Trennung von Berufs- und Privatleben klappt,
  • wie flexibel die Arbeitsmöglichkeiten sind (Home Office, Job Sharing, Teilzeit).

Fazit: Wer als Recruiter den Nachwuchs persönlich im sozialen Netzwerk anspricht, der hat bessere Chancen, denn auf eine 0-8-15-Ausschreibung bewirbt sich heute keiner.

Fazit der Studie zur Generation Z zu Autorität und Respekt im Berufsalltag

Lernbereitschaft, Selbstbewusstsein und Realismus zeichnen die Generation Z im Alltag aus. Ihre Selbstreflexion geht soweit, dass sie sich meist stärker kritisieren als sie dies eigentlich müssten. Doch auch Dritten gegenüber sind sie streng und stellen schnell getätigte Aussagen auf den Prüfstand. Obgleich Hierarchien nicht ihr Bestreben sind, so zollen sie doch Höhergestellten Respekt.

Fazit: Respekt hat die Generation Z vor denjenigen, die ihn sich verdienen. Vorbilder sind damit mehr wert als höhergestellte Kollegen.

Fazit der Studie zur Generation Z zu Aus- und Weiterbildung

Gerade in punkto Weiterbildung sind die alten und die jungen Mitarbeiter oft meilenweit voneinander entfernt. Die Generation Z setzt auf E-Learning, die älteren Kollegen wünschen sich ein klassisches Seminar.

Fazit: Nur wer die Fähigkeit besitzt, die verschiedenen Ansprüche unter den einen, sprichwörtlichen Hut zu bringen, der hat auch die Chance von mehreren Generationen im Unternehmen zu profitieren.

Bildquelle: boygostockphoto/fotolia.com

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